Gesellschaft

30 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion: Szenen eines sowjetischen Lebens in Murmansk

Elf Schuljahre, neun Schulen: Weil der Vater von Marina Lischtschinskaja ein sowjetischer Militärarzt war, blieb die Familie nie lange an einem Ort. 1948 in Moskau geboren, verbrachte die spätere Philologin ihre Kindheit hauptsächlich im Baltikum. Doch vor 60 Jahren, mit 13, ging es für sie nach Murmansk in den äußersten Norden. Warum ihr Herz erst blutete, aber noch heute für die Stadt schlägt, hat sie der MDZ erzählt.

Kultur

Literarische Erinnerungen an die Sowjetunion

Beim Verlag AST erschien kürzlich die Sammlung von Kurzgeschichten „Ohne Warteschlange“ (Originaltitel: „Bes Otscheredi“). Größen des zeitgenössischen Literaturbetriebs beschreiben darin das Leben in der Sowjetunion zwischen nostalgischer Verklärung und skurriler Folklore.

Freizeit in Moskau

Elektrifizierung Russlands: Es werde Licht

Vor einhundert Jahren verabschiedete Sowjetrussland einen staatlichen Plan zur Elektrifizierung. Das war nicht nur für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes von Bedeutung, sondern schlug sich auch in der Kunst nieder. Eine Ausstellung im Museum Moskaus erzählt diese Geschichte nun nach.

Zeitgeschehen

Viel mehr als nur ein Arbeitsplatz: Das Russland von Nikolai von Seela

Wollte man die deutsch-rus­sischen Beziehungen personalisieren, dann wäre Nikolai von Seela (64) ein idealer Kandidat. Der heutige Chef von Liebherr in Russland hat nicht nur familiäre Wurzeln in beiden Ländern, er kam auch schon 1983 nach Moskau – und will inzwischen nicht mehr weg. Ein Intermezzo in Nizza hat den Deutschen darin nur noch bestärkt. Über Russland kann der Manager leidenschaftlich sprechen, wie dieses Gespräch mit der MDZ – eines seiner seltenen Interviews – beweist.

Moskau

„Roter Wolfram“: Auf den Spuren von Berliner Gastarbeitern in Moskau

Die Sowjetunion war ein leuch­tendes Beispiel für viele Arbeiter im Westen. Damit es noch ein wenig heller leuchtete, nämlich mit elektrischem Licht, packten in den 1920er und 1930er Jahren 150 Berliner im Moskauer Elektrosawod mit an. Das Projekt „Roter Wolfram“ versetzt Teilnehmer zurück in diese Zeit.

Politik

Der alte Bekannte

Vom Befürworter einer Annäherung zum Verfechter einer harten Gangart: Joe Biden hat im Lauf seiner fast 50-jährigen Karriere mehrmals die Sowjetunion und Russland besucht. Wie sich dabei sein Blick auf Moskau änderte.

Zeitgeschehen

Das erste Mondmobil kam aus der Sowjetunion

Am 17. November 1970 rollte Lunochod-1 von der Rampe der Sonde Luna 17. Es war das erste Fahrzeug auf einem anderen Himmelskörper in der Geschichte der Raumfahrt. Das Wettrennen um den ersten Menschen auf dem Mond hatte die Sowjetunion da allerdings schon verloren.

Politik

Tarussa: Wenn Lenin auf dem Kirchplatz steht

Tarussa ist ein kleines Städtchen in der Region Kaluga und ein bekannter Rückzugsort für Moskauer Intellektuelle. Mitten durch diese Landoase verläuft nun eine Frontlinie. Denn neulich wurden dort auf einen Schlag 16 Straßen umbenannt, auch die Leninstraße und der Leninplatz. Für Russland ein unerhörter Vorgang, der die Gemüter erhitzt.

Zeitgeschehen

Sowjetische Kult-Kisten

Vor genau 60 Jahren ging der erste Saporoschez in der Ukraine vom Band. Zusammen mit Wolga und Moskwitsch wurde er zum Symbol der sowjetischen Autoindustrie. Noch heute sind die Wagen auf russischen Straßen zu finden. Am Steuer sitzen meist Enthusiasten, die ihren Saporoschez liebevoll restaurieren und pflegen.