Russlands Deutsche

Als Deutsche in Stalins Russland

Die Deportation der Wolgadeutschen vor 80 Jahren erlebte sie als 16-Jährige mit: Heute ist Margarete Schulmeister aus St. Petersburg 96 Jahre alt und blickt im Gespräch mit MDZ-Redakteur Tino Künzel auf Not, Leid und Entbehrungen zurück, aber auch auf Menschen, denen sie bis heute dankbar ist. Diese Veröffentlichung ist die Fortsetzung eines Beitrags, der unter dem Titel „Frau Schulmeisters große Reise durch das 20. Jahrhundert“ erschien.

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Frau Schulmeisters große Reise durch das 20. Jahrhundert

Erst verlor sie ihre Heimat und dann beinahe ihr Leben: Margarete Schulmeister wurde als Deutsche an der Wolga geboren, so wie Generationen ihrer Familie vor ihr. Vielleicht hätte sie es einmal ihrem Vater gleichgetan und in Moskau studiert, aber ein Beschluss der Sowjetführung sorgte vor 80 Jahren dafür, dass die Wolgadeutschen in alle Winde verstreut wurden und für die damals 16-Jährige eine Odyssee begann, die sie kreuz und quer durch die Sowjetunion führte. Mit 96 Jahren hat die frühere Lehrerin der MDZ jetzt in St. Petersburg ihre Geschichte erzählt.

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Kostroma und die Deutschen – gestern und heute

Es steht oft etwas im Schatten anderer altrussischer Städte wie Jaroslawl oder Wladimir: Doch Kostroma, fünf Jahre jünger als Moskau, ist nicht nur historisch bedeutend, sondern gehört zu den bezauberndsten Orten an der Wolga. In seiner langen Geschichte haben auch Deutsche ihre Spuren hinterlassen. Die deutsche Minderheit in der Stadt ist bis heute überaus aktiv.

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Vergessene Särge am Ufer der Wolga

Im Wolgadorf Tschkalowskoje erfuhren nicht nur die Deutschen, die nach Sibirien und Kasachstan deportiert wurden, unsägliches Leid. Auch die bestatteten Toten, die sie zurückließen, finden bis heute keine Ruhe. Die MDZ war vor Ort.

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„Deinen Namen gibt der Sieg dir wieder“

Unter denen, die während des Großen Vaterländischen Krieges ihre multinationale Heimat verteidigten, waren auch Sowjetdeutsche. Einige von ihnen änderten ihre deutschen Namen, um an die Front zu kommen. Die MDZ hat Geschichten verschiedener Helden gesammelt, die unter fremden Namen kämpften.

Werfel
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Fotografie als Gesellschaftsprojekt

Dmitrij Werfel verlor bei einem Unfall beide Hände. Doch der Mann aus dem sibirischen Kemerowo ließ sich von dem Handicap nicht unterkriegen. Heute leitet er eine inklusive Fotoschule für Kinder. Die MDZ stellt ihn vor.