Was wird aus der Crocus City Hall?

144 Menschenleben hat der Anschlag auf Konzertbesucher in der Crocus City Hall gefordert. Die Konzerthalle selbst wurde völlig zerstört. Was aus ihr werden soll, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Zukunft ungewiss: die Crocus City Hall in Krasnogorsk bei Moskau (Foto: Tino Künzel)

19 Tage nach dem Terroranschlag auf Konzertbesucher in der Crocus City Hall bei Moskau sind die Berge von Blumen und Kuscheltieren vor dem abgesperrten Gelände beräumt worden. Dort waren sie nach dem Blutbad vom 22. März im Gedenken an die Opfer abgelegt worden. Bei der Schießerei und dem anschließenden Feuer kamen 144 Menschen ums Leben, darunter sechs Kinder. Es gab weit über 500 Verletzte.

Was nun aus der völlig ausgebrannten Konzerthalle wird, die als eine der besten in Moskau und Umgebung alt, ist bisher ungewiss. Kurz nach dem Anschlag hatte der Besitzer, die Crocus Group des russisch-aserbaidschanischen Unternehmers Araz Agalarov, eine Stellungnahme veröffentlicht, die mit dem Satz endete: „Das, was mit ihren dreckigen Händen (der Terroristen – Anm. d. Red.) zerstört wurde, wird wiederaufgebaut.“

Doch das war in den Tagen danach heftig umstritten. Spaß und Unterhaltung „auf den Gebeinen der Toten“? Aber das sei ja immer so, sagte der Musikproduzent Iossif Prigoschin jetzt der „Metro“-Zeitung. „Nach Kriegen wurden ganze Städte wiederaufgebaut.“

Die Crocus City Hall bestand seit 2009. Die Baukosten wurden mit 70 Millionen US-Dollar beziffert. Daneben befinden sich ein Messezentrum und eine Mall.

Tino Künzel

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