Selbstversuch am Steuer jenseits von Moskau
MDZ-Chefredakteur Igor Beresin wagte die Reise in die Weiten der Region Twer auf dem Höhepunkt (oder erst am Anfang?) der Benzinkrise.
MDZ-Chefredakteur Igor Beresin wagte die Reise in die Weiten der Region Twer auf dem Höhepunkt (oder erst am Anfang?) der Benzinkrise.
Schon seit Wochen diskutieren die Menschen in ganz Russland nicht mehr über die Sperrung des mobilen Internets, sondern über drängendere Probleme. Wo gibt es noch Benzin? Warum herrscht Mangel? Und kann man etwas dagegen tun? Die Antworten hängen vom Blickwinkel und der jeweiligen Position ab.
Lange galt das College in Russland als Plan B für alle, die den Weg zur Universität nicht einschlagen wollten. Heute hat sich das Bild gewandelt: Immer mehr Jugendliche entscheiden sich bewusst für eine berufliche Ausbildung – und stellen damit alte Vorstellungen von Bildungserfolg infrage.
Eine Frau mit leerem Eimer ist in Russland nicht einfach eine Frau mit Haushaltspflichten. Manchmal ist sie auch ein Unglückswarnsystem auf zwei Beinen – und nur ein Beispiel dafür, dass im russischen Alltag selbst der Zufall nur ungern unbeaufsichtigt bleibt.
Mit der neuen „Muslim Friendly“-Zertifizierung will Russland seine medizinischen Einrichtungen international attraktiver machen. Kliniken und Sanatorien sollen künftig religiöse und kulturelle Bedürfnisse muslimischer Patienten stärker berücksichtigen.
Eine traurige Nachricht: Am 13. Mai 2026 verstarb der Künstler Wladimir Owtschinnikow. Er wurde 88 Jahre alt und war in seinen letzten Lebensjahren schwer krank. Wessen Verlust ist das?
Man muss den Wechsel einer hohen Position nicht zwangsläufig als Symbol für etwas Neues deuten. Es kann sich um eine schlichte Rotation handeln: Die maximal zulässige Amtszeit ist abgelaufen, ein anderer tritt die Nachfolge an. Doch im Fall von Jana Lantratowa lässt sich in dieser Rotation durchaus auch Symbolik erkennen.
In Tomsk hat man die Gedenkstätten im Park der Erinnerung an die Opfer der politischen Repressionen abgebaut – ausgerechnet am 19. April, dem Tag des Gedenkens an den Genozid am sowjetischen Volk. Die Stadtverwaltung hält sich mit Informationen zurück. Es hat den Anschein, als erinnere man sich zwar an bestimmte Verbrechen der Vergangenheit, andere hingegen wolle man lieber verdrängen.
Das Ehepaar Tamara Pogosjan und Pawel Schabalin hat sich ein unglaubliches Ziel gesetzt: zu Fuß von Moskau nach Wladiwostok zu gehen. Am entferntesten Punkt Russlands werden sie zu Neujahr ankommen.
Ein Jubiläum ist ein Ereignis. Zwei Jubiläen sind Konkurrenz. Und wo drei Jubiläen zusammentreffen, lässt sich bereits eine gewisse Hierarchie erkennen – und besser verstehen, wie die heutige Gesellschaft funktioniert. Über den Stellenwert der Tschernobyl-Katastrophe, eines der prägendsten Politiker des neuen Russlands und das Gesetz zur Rehabilitation der unterdrückten Völker in der Erinnerungskultur.