Gesellschaft

Eine ganz und gar negative Lebensschule

Warlam Schalamow gehört zu den bekanntesten Chronisten des Lagersystems der Stalinzeit. Der Schriftsteller verbrachte von seinen knapp 75 Lebensjahren insgesamt 17 in diversen sowjetischen Straflagern. Welche Erkenntnisse er daraus mitnahm, schrieb er 1961 in seinem Traktat „Was ich im Lager erlebt und gelernt habe“ nieder.

Gesellschaft

Lieben und lieben lassen

Der russische Kirchenpatriarch Kirill ist ganz sicher kein Freund des Valentinstags. Unlängst hat er dazu aufgerufen, ihn in Russland nicht mehr zu feiern.

das Haus
Gesellschaft

Weniger Geld, aber das Leuchtfeuer brennt noch

Sponsoren zu finden, ist derzeit nicht leicht, aber die Wohltätigkeitsstiftungen halten sich jedoch über Wasser. Darüber, wie das alles läuft, spricht die Chefin der Stiftung „Haus mit dem Leuchtturm“ Lida Moniava mit der MDZ.

Gesellschaft

Russlands dunkle Seite: Gorki über das Bauerntum

Als die Bolschewisten die Macht in Russland übernahmen, gehörten rund 83 Prozent seiner Bewohner der Landbevölkerung an. Ihnen widmete Maxim Gorki 1922 seinen Artikel „Über das russische Bauerntum“, der als Broschüre in Berlin erschien. Die Schrift ist eine wahre Abrechnung mit der Rückständigkeit, Beschränktheit und Gewalttätigkeit des Dorfes, so wie Gorki sie sah, der damals im Ausland lebte. Der Text des meistverlegten Schriftstellers der Sowjetunion wurde und wird bis heute kontrovers aufgenommen. Auszüge.

Gesellschaft

Fingerzeig auf Russland

Am 21. Januar jährte sich der Todestag von Lenin zum 100. Mal. Während anderswo Lenin-Denkmäler abgerissen und Lenin-Straßen umbenannt wurden, ist er in Russland nach wie vor überaus präsent. Einige Zahlen.

Gesellschaft

Gedenken als Zielscheibe

In Borowsk (Region Kaluga) wollte der bekannte Street-Art-Künstler Wladimir Owtschinnikow (85) in einem ehemaligen Gefängnis ein Museum der Unterdrückung eröffnen und damit den Opfern politischer Verfolgung gedenken. Doch dazu kam es nicht. Die MDZ hat mit dem Künstler gesprochen.

Gesellschaft

Hinter der respektablen Fassade

Ausgewählte Schriften, in denen sich Russen mit ihrem Land und seinen Menschen auseinandersetzen, möchten wir den Lesern der MDZ im neuen Ressort „Drucksache“ vorstellen. Den Anfang machen Auszüge aus der Schrift „Mein Land und die Welt“, die der sowjetische Physiker und spätere Dissident Andrej Sacharow 1975 verfasste und nur im Ausland publizieren konnte.

Gesellschaft

Gelöscht und gesperrt: Künstler zensieren sich gleich selbst

Noch herrschte allgemeine Verunsicherung, was die Deklarierung der „internationalen LGBT-Bewegung“ als „extremistisch“ durch Russlands Oberstes Gericht am 30. November wohl in der Praxis bedeuten werde, da lieferten Nachrichten eine erste Vorahnung von der neuen Realität. Drei Beispiele.