Gesellschaft

Wie halten Sie‘s mit Schmiergeld?

In Russland wurden in diesem Jahr neun Prozent mehr Fälle von Schmiergeldzahlungen registriert. Das meldete die Generalstaatsanwaltschaft Anfang Dezember. Wir haben das zum Anlass genommen, bei gewöhnlichen Russen nachzufragen, welche Erfahrungen sie eigentlich mit Schmiergeld machen. Ist es gang und gäbe? Oder eher die große Ausnahme? Die Namen der Betroffenen wurden von der Redaktion vorsorglich geändert.

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„Spiel für Jedermann“: Sind Sie reif für Nardy?

30 Steine, zwei Würfel und ein zweigeteiltes Spielbrett: Backgammon ist etwas, das der durchschnittliche Mitteleuropäer oft schon mal gesehen, aber noch nie gespielt hat. In Russland kennt man es unter dem aus dem Persischen kommenden Namen Nardy. Die MDZ hat in Südrussland mit einem Liebhaber des Spiels geplaudert, der versichert: Was kompliziert ausschaut, ist in Wahrheit leicht zu erlernen.

Gesellschaft

Am Puls der Russlanddeutschen

Alle zwei Jahre treffen sich Russlanddeutsche aus zahlreichen russischen Regionen, um Bilanz ihrer Arbeit zu ziehen, Probleme zu thematisieren und Ideen für die Zukunft zu diskutieren. Auch das 15. Forum im Altai war jetzt für die Aktivisten ein Gradmesser für den Stand der Dinge. Wir haben gefragt, welche Rezepte sie für die Existenzsicherung bei anhaltender Abwanderung sehen.

Gesellschaft

Wenn die Armee wichtiger als der Präsident ist

66 Prozent der Russen halten ihr Militär für vertrauenswürdig. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Lewada-Zentrum. In den Präsidenten setzen dagegen nur 58 Prozent der Befragten ihre Hoffnungen. Die MDZ sprach mit Studienautor Denis Wolkow über die Gründe.

Gesellschaft

Mit einer Prothese zum Internet-Ruhm

Erst hielt er seine Krankheit geheim, dann suchte er die Öffentlichkeit – und wurde zum Star im Internet: Dmitrij Koschetschkin ist nach der Amputation eines Unterarmes auf eine bionische Prothese angewiesen. Warum er sich nicht mehr verstecken wollte, hat er der MDZ erzählt.

Gesellschaft

Unheil aus dem Nichts: Amokläufe in Russland

In der Hafenstadt Kertsch auf der Krim hat der 18-jährige Wladislaw Rosljakow Mitte Oktober an seiner Berufsschule erst Mitschüler und Lehrkräfte und dann sich selbst umgebracht. Bei einer Bombenexplosion und im Kugelhagel starben 21 Menschen, über 50 wurden verletzt. Es war der bisher folgenschwerste Amoklauf, den Russland verdauen muss. Hier einige andere Fälle aus der jüngeren Vergangenheit, die ihm vorausgingen.

Gesellschaft

Die Männer gehen zu früh

Die Schere zwischen der Lebenserwartung von Frauen und Männern klafft in Russland um 10,9 Jahre auseinander. Ein Weltrekord, folgern britische Forscher, die sich Erkrankungs- und Sterbemustern in Russland im Zeitraum von 1980 bis 2016 gewidmet haben.

Gesellschaft

Vom Stein und Sein: Klettern in Moskau und Umgebung

In Moskau gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Das gilt auch für Felsen. Doch sie befinden sich alle unter dem Dach von Kletterhallen. Wer an echte Felswände will, muss einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Das lohnt sich für Fans aber unbedingt, wie MDZ-Autorin und Klettertrainerin Sarah Bioly herausgefunden hat.

Gesellschaft

Republik der fremden Werte: Ein kritischer Blick auf die deutsche Wolgaautonomie

Am 19. Oktober jährt sich die Schaffung der deutschen Wolga­autonomie zum 100. Mal. Der Erlass von 1918 trägt die Unterschrift von Lenin. Die Autonomie hatte jedoch nur bis 1941 Bestand. Der Historiker Arkadij German aus Saratow hält nichts davon, ihr nachzutrauern. In einem Aufsatz, den wir in längeren Auszügen veröffentlichen, unterzieht er die Wolgarepublik einer kritischen Betrachtung.