Gesellschaft

Russlands dunkle Seite: Gorki über das Bauerntum

Als die Bolschewisten die Macht in Russland übernahmen, gehörten rund 83 Prozent seiner Bewohner der Landbevölkerung an. Ihnen widmete Maxim Gorki 1922 seinen Artikel „Über das russische Bauerntum“, der als Broschüre in Berlin erschien. Die Schrift ist eine wahre Abrechnung mit der Rückständigkeit, Beschränktheit und Gewalttätigkeit des Dorfes, so wie Gorki sie sah, der damals im Ausland lebte. Der Text des meistverlegten Schriftstellers der Sowjetunion wurde und wird bis heute kontrovers aufgenommen. Auszüge.

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Fingerzeig auf Russland

Am 21. Januar jährte sich der Todestag von Lenin zum 100. Mal. Während anderswo Lenin-Denkmäler abgerissen und Lenin-Straßen umbenannt wurden, ist er in Russland nach wie vor überaus präsent. Einige Zahlen.

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Gedenken als Zielscheibe

In Borowsk (Region Kaluga) wollte der bekannte Street-Art-Künstler Wladimir Owtschinnikow (85) in einem ehemaligen Gefängnis ein Museum der Unterdrückung eröffnen und damit den Opfern politischer Verfolgung gedenken. Doch dazu kam es nicht. Die MDZ hat mit dem Künstler gesprochen.

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Hinter der respektablen Fassade

Ausgewählte Schriften, in denen sich Russen mit ihrem Land und seinen Menschen auseinandersetzen, möchten wir den Lesern der MDZ im neuen Ressort „Drucksache“ vorstellen. Den Anfang machen Auszüge aus der Schrift „Mein Land und die Welt“, die der sowjetische Physiker und spätere Dissident Andrej Sacharow 1975 verfasste und nur im Ausland publizieren konnte.

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Gelöscht und gesperrt: Künstler zensieren sich gleich selbst

Noch herrschte allgemeine Verunsicherung, was die Deklarierung der „internationalen LGBT-Bewegung“ als „extremistisch“ durch Russlands Oberstes Gericht am 30. November wohl in der Praxis bedeuten werde, da lieferten Nachrichten eine erste Vorahnung von der neuen Realität. Drei Beispiele.

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Bildstörung: Hochgelobte Serie ist Politikern ein Dorn im Auge

Die Filmserie „Slowo pazana“ über Jugendbanden in den letzten Jahren der Sowjetunion ist in Russland das TV-Ereignis des Jahres. Bisher wurden sechs von acht Folgen ausgestrahlt. Doch während sich Publikum und Kritiker überwiegend in Lobeshymnen ergehen, ruft die Politik speziell in Tatarstan nach einem Verbot.

Mijasat Muslimowa
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Anlass zu nationaler Reflexion

Das antisemitische Pogrom am Flughafen Machatschkala schockierte viele, darunter auch die MDZ-Autorin Femida Selimowa. Drüber sprach sie mit der dagestanischen Dichterin und Pädagogin Mijasat Muslimowa. Es sieht so aus, als ob viele in der Republik die offizielle Erklärung über die Ursachen des Pogroms richtig finden.

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Die Kirche und das Volk

Kirchenpatriarch Kirill hat mit einer Definition des Begriffs „russische Menschen“ aufhorchen lassen. Sich so bezeichnen zu können, erfordere einen tiefen orthodoxen Glauben und den Gang in die Kirche, sagte er unlängst. Aber auf wie viele Russen trifft das überhaupt zu?

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Schwieriges Thema Demografie: Im Zweifelsfall Beten

Russland positioniert sich gerade in letzter Zeit als geschützten Raum für die traditionelle Familie. Der erwünschte Effekt auf die demografischen Daten ist bisher aber nicht eingetreten. An Rezepten, wie sich das ändern soll, fehlt es allerdings nicht.