Newsticker: Russland und das Coronavirus

Die Grenzen sind dicht und die Zahl der Erkrankten wächst: Russland kämpft gegen eine Ausbreitung des Coronavirus. Die neuesten Entwicklungen im MDZ-Newsticker.

In Moskau werden Treppenhäuser und Höfe desinfiziert.
(Foto: Sergej Wedjaschkin/AGN Moskau)

Alle Angaben orientieren sich an der Moskauer Ortszeit.

6. April

Mehr als 250 Unternehmen in den Startlöchern

17:28 Uhr: Das Ministeriums für Industrie und Handel hat berichtet, dass sich über 250 Industriebetriebe in Moskau darauf vorbereiten, ihre Produktion wiederaufzunehmen. In einem kürzlich von Präsident Putin unterzeichneten Dekret war es Firmen des verarbeitenden Gewerbes erlaubt worden, während der Selbstisolation zu arbeiten. Hierbei gelten jedoch besondere Sicherheitsvorschriften, um die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter nicht zu gefährden.

Verstöße gegen die Selbstisolation

16:00 Uhr: Moskaus Polizisten haben seit Beginn der verordneten Selbstisolation über 160 Verstöße festgestellt. Dabei gehe es um Personen, die aus dem Ausland zurückgekehrt sein oder mit nachweislich Infizierten Kontakt hatten. Trotz der vorgeschriebenen Selbstisolation hätten sie ihre Wohung verlassen, so der Pressesprecher der Moskauer Polizei Wladimir Wasenin gegenüber der Nachrichtenagentur „Tass“. Verstöße gegen die Selbstisolation können momentan mit bis zu 4000 Rubel (48 Euro) bestraft werden.  

Regierung reguliert den Preis von Schutzmasken

13:00 Uhr: Russlands Ministerpräsident Michail Mischustin hat ein Dekret unterzeichnet, in dem Spezifika für den Vertrieb medizinischer Produkte festgelegt werden. In ihm wird eine maximale Gewinnspanne für den Verkauf entsprechender Artikel festgelegt. Diese darf den Wert von 10 Kopeken pro Produkt nicht übersteigen. Zwischen den einzelnen Stationen der Lieferkette muss der Zuschlag unter 10 Prozent gehalten werden.

Seit Anfang Februar herrscht in Russland ein Mangel an Schutzmasken im Einzelhandel wie auch in großen Online-Apotheken. Die Preise stiegen zuletzt drastisch an.

Wissensdurst in Quarantäne

11:39 Uhr: Eine Umfrage der Regierungswebseite stopcoronavirus.rf hat ergeben, dass gut ein Drittel der russischen Bevölkerung ihre freie Zeit in der Quarantäne dazu nutzen möchte, fremde Sprachen zu lernen. Die Erhebungen wurden über die Chat-Dienste Viper und Telegram durchgeführt. Dort zeigten sich 93 und 95 Prozent der Russinnen und Russen dazu bereit, neue Dinge während der Selbstisolation lernen zu wollen.

Während 33 und 35 Prozent Auf den Ausbau der sprachlichen Fähigkeiten mit 33 bzw. 35 Prozent folgt die Teilnahme an Psychologiekursen mit 17 und 24 Prozent. Dazulernen wollen die Russinnen und Russen außerdem beim Kochen (4 und 10 Prozent), im Management (5 und 6 Prozent) sowie in der Kunst (jeweils 5 Prozent).

Der neueste Stand

10:31 Uhr: Seit gestern sind 954 neue Corona-Fälle in 49 Regionen Russlands bestätigt worden. Damit liegt die Gesamtzahl der Infizierten nun bei 6.343 Personen. Betroffen sind 80 der 85 russischen Gebiete. Wieder einmal zählte man in Moskau die meisten neuen Krankheitsfälle, nämlich 591.

5. April

Run auf Ingwer und Knoblauch

15:20 Uhr: Russland sich mit Scharfem ein. In der Zeit zwischen Ende März und Anfang April stieg der Absatz von Ingwer und Knoblauch um das 2,5-fache, wie die Nachrichtenagentur „RIA Nowosti“ mitteilt. Demnach wurde im Zeitraum vom 23. März bis zum 2. April 136 Prozent mehr Ingwer verkauft, beim Knoblauch lag der Anstieg gar bei 166 Prozent. Zeitgleich steigen auch die Preise (71 Prozent beim Ingwer und 59 Prozent beim Knoblauch). Experten erklären die erhöhte Nachfrage mit den natürlichen Heilstoffen der Pflanzen, die bei Russen sehr begehrt sind. 

Der neueste Stand

13.30 Uhr: An diesem Sonntag liegt die Zahl der in Russland bestätigten Corona-Fälle laut der „Moscow Times“ bei 5.389. Das entspricht 658 Neuinfektionen im Vergleich zur letzten Messung von gestern. Insgesamt sind 45 Menschen dem Virus bisher erlegen. Etwa 87 Prozent aller Krankheitsfälle im größten Land der Welt wurden in Moskau festgestellt.

4. April

Kontrollpläne: Schriftlicher Code statt QR-Code

14:00 Uhr: Das Moskauer Bürgermeisteramt hat eine Erklärung dazu geliefert, wie das intelligente Kontrollsystem, das für die Einhaltung der Isolationsmaßnahmen eingeführt werden soll, funktionieren wird. Ursprünglich hatten die Behörden mit dem Gedanken gespielt, QR-Codes für das Verlassen des Hauses einzuführen. Nun ist jedoch die Rede von einem simpleren Code aus Zahlen und Nummern. Wer keinen Zugang zum Internet habe, könne diesen auch per Telefon von den offiziellen Stellen erhalten. Anders als zunächst berichtet, soll für kurze Ausflüge, wie etwa das Herausbringen des Mülls oder einen Spaziergang mit dem Hund, kein Code nötig sein.

Wie die Behörden erklärten, werde von einer Einführung des Systems vorerst abgesehen. Dies könne sich jedoch schnell ändern – vor allem dann, wenn zu viele Moskauerinnen und Moskauer die städtischen Auflagen nicht befolgten.

Der neueste Stand

11:15 Uhr: Die russische Regierung hat die Zahlen zur Coronakrise aktualisiert. Inzwischen sind in Russland 4.731 Krankheitsfälle registriert. Dies entspricht einem Anstieg um 582 Infektionen seit dem vergangenen Tag. Insgesamt 43 Menschen sind dem Virus bisher erleget, 333 Personen haben sich erholt.

3. April

Die russische Premjer-Liga plant voraus

19:41 Uhr: Die höchste Spielklasse des russischen Fußballs, die Premjer-Liga, soll ihren Wettbewerb im Juni oder Juli wieder aufnehmen. So scheint es zumindest ihrem Präsidenten, Sergej Prjadkin, vorzuschweben. Dieser erklärte, das man anstrebe, die Saison noch vor Ende August abschließen wolle. Hierbei werde die Gesundheit der Fans und aller Beteiligten im Mittelpunkt stehen. Bis jetzt wurden 22 von insgesamt 30 Spieltagen abgeschlossen.

Russland will Luftverkehr ins Ausland stoppen

16:58 Uhr: Laut Quellen des russischen Nachrichtenportals „RBK“ wollen die russischen Behörden den internationalen Flugverkehr in der Nacht auf Freitag vollkommen stilllegen. Somit könnten vorerst weder Russinnen und Russen im Ausland einreisen, noch ausländische Staatsbürger das Land über den Luftweg verlassen. Möglicherweise wird man Airlines aus anderen Nationen jedoch erlauben, eigene Staatsbürger mit leeren Maschinen aus Russland abzuholen. Bis zuletzt waren internationale Flüge nach Moskau nur noch über den Flughafen Scheremetjewo möglich gewesen.

Mischustin verteidigt Geldpolitik

14:08 Uhr: Russlands Ministerpräsident Michail Mischustin hat jüngste Beschwerden regionaler Regierungen zurückgewiesen. Diese hatten bemängelt, nicht genug Geld vom Staat für die Vorbereitung örtlicher Krankenhäuser auf das Coronavirus zu bekommen. Mischustin hielt nun dagegen, dass von der Regierung bereits 33 Milliarden Rubel (Stand heute rund 387 Millionen Euro) investiert wurden, um zusätzliche Betten in jeder Region des Landes zur Verfügung zu stellen. Es sei die Aufgabe der Gouverneure, vernünftig mit dem Geld umzugehen, anstatt die Verantwortung auf andere abzuwälzen. „Diese Attitüde ist inakzeptabel“, so Mischustin.

Zahlen nach oben korrigiert

10:32 Uhr: Die russischen Medien, unter anderem das Nachrichtenportal „Meduza“, berichten inzwischen von 4.149 Erkrankten und 34 Verstorbenen. Vier der Todesfälle ereigneten sich gestern: zwei in der Region Komi sowie jeweils einer in Moskau und Perm.

Der neueste Stand

10:00 Uhr: Für gestern wurde laut der „Moscow Times“ erneut ein Rekord im Anstieg der Corona-Infektionen gemessen. So seien die Zahlen nach jetzigem Stand auf 3.548 Krankheitsfälle angestiegen. Das bedeutet eine Zunahme von 771 betroffenen Personen innerhalb des letzten Tages.

2. April

Putins TV-Ansprache

17:00 Uhr: Wladimir Putin hat seine angekündigte Fernsehrede gehalten, die unter anderem auf dem TV-Sender „Rossija 24“ ausgestrahlt wurde. Hierbei ist der russische Präsident auf das weitere Verfahren im Kampf gegen den Coronavirus eingegangen:

  • Die arbeitsfreie Zeit, welche ursprünglich für eine Woche gedacht war, soll nun bis zum Ende des Monats andauern. Die Gehälter werden währenddessen weiter ausgezahlt.
  • Putin betonte, dass sich die Lage im Land von Region zu Region unterscheide. Spezifische Maßnahmen müssen von den jeweiligen regionalen Verwaltungen bis zum Ende der Woche getroffen werden. Ein Dekret sichert den Regionalregierungen hierfür zusätzliche Entscheidungshoheit zu. Der russische Präsident kündigte an, dass man an den nötigen Stellen nicht vor strengeren Maßnahmen zurückschrecken werde.
  • Behörden, ausgewählte Unternehmen, Apotheken, Lebensmittelläden und sonstige Geschäfte für die Grundversorgung bleiben weiterhin geöffnet.
  • Die Lage in Moskau ist laut Putin nach wie vor noch nicht geklärt. Durch die Auflagen der Selbstisolation hätten die Behörden allerdings Zeit gewonnen, um proaktive Schritte vorzubereiten.
Путин объявил нерабочие дни до конца апреля

Полная запись второго обращения Путина в связи с коронавирусом

Опубликовано Meduza Четверг, 2 апреля 2020 г.
Die Rede in voller Länge.

Deutlich weniger Stromverbrauch

14:24 Uhr: Am ersten Tag der von Präsident Putin ausgerufenen arbeitsfreien Woche ist der Energieverbrauch in Russland offenbar zwischen fünf und zehn Prozent zurückgegangen. Dies erklärte Energieminister Jewgenij Grabtschak in einer Mitteilung seines Pressedienstes. Im Konkreten habe das Land 10 Gigawatt weniger Strom benötigt als sonst üblich. Die Abnahme sei vor allem auf die Schließung von Büros, Hotels, Shopping-Zentren und Restaurants zurückzuführen, so Grabtschak. In industriellen Gebieten wurde hingegen kein bedeutend geringerer Stromverbrauch festgestellt.

Gemäßigte Selbstisolation für Putin

13:08 Uhr: Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow, hat Auskünfte über die Änderungen in Wladimir Putins Alltag gegeben. Dieser halte zwar die meisten seiner Meetings in Form von Videokonferenzen ab, nehme nach wie vor aber auch Termine persönlich wahr. Sowohl der Präsident selbst als auch alle Personen, mit denen er sich trifft, würden außerdem regelmäßig auf das Coronavirus getestet.

Ab 16 Uhr wird eine Ansprache erwartet, in der sich Putin aufgrund der Coronakrise an das russische Volk wenden will.

Viele Neuinfizierte unter 45

11:47 Uhr: Die russische Nachrichtenagentur „Interfax“ berichtet, dass über die Hälfte der neuinfizierten Menschen in Moskau unter 45 Jahre alt ist. So befänden sich knapp 46 Prozent der gestern positiv Getesteten in einem Alter zwischen 18 und 45 Jahren. Bei weiteren sechs Prozent habe es sich um Kinder gehandelt. Die Zahl der Fälle hat am vergangenen Tag um insgesamt 771 Personen zugenommen – 595 allein in der russischen Hauptstadt.

Der neueste Stand

10:32 Uhr: Stand heute Morgen hat die Zahl der infizierten Russinnen und Russen den Gesamtwert von 3.548 Menschen erreicht. Während des vergangenen Tages erlagen in der Russischen Föderation insgesamt sechs Menschen dem Coronavirus. Hierbei wurden drei Todesfälle in der Hauptstadt selbst und jeweils einer in der Moskauer Region sowie im Gebiet Perms und Tschetscheniens registriert.

1. April

Zigarettenkonzerne stoppen die Fabriken

19:23 Uhr: Die großen Tabak-Produzenten Japan Tobacco International, Philip Morris International und British American Tobacco haben ihre russischen Werke vorübergehend stillgelegt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Die Unternehmen reagieren damit auf Restriktionen, die im Kampf gegen das Coronavirus erhoben wurden. Russland hatte Zigaretten zuvor von der Liste essenzieller Non-Food-Produkte gestrichen.

Tschetschenien wird sich abschotten

16:29 Uhr: Ramsan Kadyrow, Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, hat eine komplette Abriegelung der Region angekündigt. Ab dem 5. April sollen keine Flüge, Züge oder Kraftfahrzeuge mehr in das Gebiet gelassen werden. Ausnahmen gibt es lediglich für Notfallfahrzeuge sowie für Essens- oder Medizinlieferungen.

Gesetz für den Onlinehandel mit Medikamenten

13:30 Uhr: Die Duma hat ein neues Gesetz verabschiedet, das den Onlineverkauf von Arzneimitteln künftig besser regeln soll. So soll in Notfällen und bei drohender Verbreitung einer Krankheit, die Regierung berechtigt sein, eine vorübergehende Erlaubnis für den Verkauf gewisser verschreibungspflichtiger Medikamente zu erlassen.

Vorerst wird nicht festgenommen

13:21 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur „Tass“ unter Berufung auf eine behördliche Quelle berichtet, sieht die Moskauer Polizei zunächst noch von Festnahmen im Zusammenhang mit der Selbstisolation ab. Vorerst würde man Verstößen mit Kulanz und leichten Ermahnungen begegnen. Die internen Vorgaben an die Ordnungshüter könnten sich jedoch in naher Zukunft ändern.

Zweiter Todesfall in Moskau

12:20 Uhr: Die Moskauer Region hat einen zweiten Todesfall zu verzeichnen. Es handelt sich um einen Mann im Alter von 59 Jahren. Er war mit dem Coronavirus und einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Patient war zudem mit chronischen Problemen mit Herz, Nieren und Leber vorbelastet.

Ausgeherlaubnis per SMS

12:14 Uhr: Wie „Business Online“ berichtet, haben die Behörden in der Republik Tatarstan und deren Hauptstadt Kasan ein SMS-System für die Einhaltung der Quarantänemaßnahmen eingeführt. Wer sich nicht weiter als 100 Meter von seinem Haus entferne, beispielsweise um den Hund auszuführen, dürfe dies ohne offizielle Erlaubnis tun. Bei größeren Ausflügen jedoch, wie etwa zum Krankenhaus, zur Bank oder zur Post, müsse zuerst eine Genehmigung per SMS eingeholt werden.

„Tass“ konkretisiert die Zahlen

11:00 Uhr: Die russische Nachrichtenagentur „Tass“ hingegen vermeldet, dass die Zahl der mit Corona infizierten Russinnen und Russen während des letzten Tages auf 2.777 gestiegen ist. Das entspricht 440 neuen Fällen. Außerdem sollen sich gestern 190 Menschen von dem Virus erholt haben, während ihm 24 Personen erlegen sind.

Der neueste Stand

09:00 Uhr: Laut der „Moscow Times“ hat die russische Regierung bestätigt, dass am Dienstag rund 500 neue Corona-Fälle im Land festgestellt wurden. Damit wäre der bisherige Rekord der an einem Tag neu registrierten Infektionen eingestellt.

31. März

Infizierter Chefarzt in Moskau

16:02 Uhr: Das Moskauer Krankenhaus Nr. 40 im Stadtteil Kommunarka hat einen Corona-Fall in seiner Belegschaft festgestellt. Dabei handelt es sich um niemand geringeren als den Chefarzt der Klinik, Denis Prozenko. Die Einrichtung war eine der ersten, in die mit COVID-19 infizierte Patientinnen und Patienten eingeliefert wurden.

Vor einer Woche hatte Prozenko noch die Hand Wladimir Putins geschüttelt. Der Sprecher des Präsidenten teilte daraufhin mit, dass dieser regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde. Es sei „alles in Ordnung“.

Mischustin verlangt mehr Schutzmasken

14:56 Uhr: Der russische Ministerpräsident Michail Mischustin hat einen zweiwöchigen Zeitplan für die Versorgung medizinischer Institutionen mit Schutzmasken ausgerufen. Das Beschaffungsprogramm soll ab morgen in Kraft treten. Handelsminister Denis Manturow hatte zu Beginn der letzten Woche angegeben, dass man für die erste Hälfte des Aprils theoretisch mit fünf Millionen Masken pro Tag versorgt sei.

Genehmigung zum Müll-Rausbringen

12:18 Uhr: Wie die russische Tageszeitung „Kommersant“ vermeldet, ist die Anwendung eines QR-Codes mehr oder weniger beschlossene Sache. Demnach müssten Moskauer Bürgerinnen und Bürger sich einen gültigen Schlüssel auf ihr Handy laden, bevor sie die Wohnung verlassen. Dies könnte auch für triviale Erledigungen wie das Runterbringen von Müllsäcken gelten.

Genaueres zu den Planungen in Sachen QR-Code gibt es hier.

Fünf Jahre für Fake News

11:00 Uhr: Russland hat auf kurzem Wege ein Gesetz verabschiedet, demzufolge Personen mit bis zu fünf Jahren Haft verurteilt werden können, wenn sie erfundene Informationen über das Coronavirus verbreitet haben. Der Straftatbestand gilt, wenn bewusste Falschangaben zu negativen gesundheitlichen Folgen bei anderen Menschen geführt haben. Das russische Unterhaus, die Duma, votierte heute morgen in drei Sitzungen für das neue Gesetz. Noch heute wird der russische Föderationsrat über die Legislatur abstimmen, bevor Präsident Wladimir Putin die Änderung unterzeichnen kann.

Ausweitung der Selbstisolation

10:00 Uhr: Immer mehr Städte in Russland folgen dem Beispiel Moskaus. Gestern hatten bereits die Behörden in St. Petersburg strenge Isolationsauflagen für die Bevölkerung verhängt. Die Maßnahmen ähneln denen der Hauptstadt: Das Haus verlassen darf nur, wer einkaufen geht, zur Arbeit muss oder medizinische Hilfe benötigt.

Im Verlauf des Tages sollen weitere Städte und Gebiete hinzukommen. So treten entsprechende Maßnahmen in der sibirischen Metropole Nowosibirsk ab 16 Uhr sowie in der Region Baschkortostan und deren Hauptstadt Ufa ab 18 Uhr in Kraft. Auch in Transbaikalien greifen ab heute die Auflagen der Selbstisolation.

Vier neue Todesfälle in Moskau

09:30 Uhr: In der Nacht auf den heutigen Tag sind in Moskau vier Personen im Alter zwischen 76 und 86 dem Coronavirus erlegen. Alle von ihnen waren durch chronische Erkrankungen vorbelastet. Die Zahl der an COVID-19 verstorbenen Moskauerinnen und Moskauer ist damit auf elf angestiegen.

30. März

Besuchen verboten

18:45 Uhr: Die strengen Quarantäne-Auflagen verbieten es der Moskauer Bevölkerung, andere Menschen zu besuchen. Das gilt laut der Webseite des Moskauer Bürgermeisters auch für Verwandte – selbst wenn diese Unterstützung benötigen. Wer helfen wolle, könne dies in Form von Bestellungen über das Internet tun, heißt es dort.

Verlängerung der Maßnahmen

18:05 Uhr: Eigentlich war die Selbstisolation in Moskau bis zum 5. April angekündigt gewesen. Wie die russische Tageszeitung Wedomosti jedoch nun berichtet, wurde der Ausnahmezustand gerade bis zum 14. April verlängert.

Yandex misst die Selbstisolation in Russland

16:30 Uhr: Wenn es in Russland um digitale Dienstleistungen und Apps geht, lautet die Antwort fast immer Yandex. Dem Konzern stehen gigantische Datenmengen zur Verfügung, die er nun im Kampf gegen Corona zum Einsatz gebracht hat. In einem jüngst veröffentlichten Selbstisolations-Index bewertet das Unternehmen die Millionenstädte des Landes mit Isolations-Punkten von null bis fünf. Hierfür hat Yandex laut eigenen Angaben die urbanen Aktivitäten der Metropolen zum jetzigen Zeitpunkt mit Werten vor dem Ausbruch des Coronavirus’ verglichen. Die besten Werte liefern Perm und Krasnojarsk mit einem Ergebnis von 3,8. Moskau und St. Petersburg kommen hingegen auf 3,4 bzw. 3,6 Punkte.

Alle Ergebnisse in der Übersicht (Foto: yandex.ru)

Zwischenstand

12:10 Uhr: Im Verlauf des gestrigen Tages hat sich die offizielle Zahl der in Russland Infizierten um 302 Fälle erhöht. Damit wurden bisher insgesamt 1.836 Menschen in 71 Regionen des Landes positiv auf COVID-19 getestet. Von ihnen gelten 66 Personen als geheilt, während neun der Krankheit erlagen.

Kontrollen mithilfe der Technik

11:40 Uhr: Sergej Sobjanin hat sich zur Umsetzung der Quarantäne-Maßnahmen in der russischen Hauptstadt geäußert. Wie der russische Bürgermeister erklärte, wolle man technische Möglichkeiten zur Einhaltung derselben ausschöpfen: „Ich hoffe, dass wir bis Ende der Woche über Informationssysteme verfügen werden, die es uns ermöglichen, die Bewegung der Bürger fast vollständig zu kontrollieren und mögliche Verstöße zu verhindern.“

Gestern hatten russische Medien bereits von der möglichen Einführung eines QR-Codes berichtet. Diesen würden die Moskauerinnen und Moskauer nach einer verpflichtenden Online-Registrierung ihres Wohnortes erhalten. Anhand des Codes könnten russische Behörden dann kontrollieren, wie weit man sich von seiner Behausung entfernt hat.

Es drohen härtere Strafen

10:00 Uhr: Um sicherzustellen, dass die ab heute geltende Quarantäne eingehalten wird, hat Michail Mischustin eine Verschärfung der Strafmaßnahmen angekündigt. „Die Regierung hat entsprechende Änderungen des russischen Gesetzes zu Ordnungswidrigkeiten genehmigt“, erklärte der russische Ministerpräsident.

Was ab heute gilt

00:00 Uhr: Mit dem Beginn des heutigen Tages treten sowohl in der russischen Hauptstadt als auch im Rest des Landes neue Regelungen in Kraft. So beginnt zum einen die gestern Abend für Moskau angekündigte Selbstisolation. Von ihr betroffen sind Einwohnerinnen und Einwohner jeglichen Alters.

Zudem werden alle russischen Grenzen vorübergehend geschlossen. Die Maßnahmen sollen an jeglichen Kontrollpunkten für den Fahrzeug-, Bahn- und Fußgängerverkehr umgesetzt werden. Auch die Schifffahrt wird sich Einschränkungen gegenübersehen.

29. März

Selbstisolation für alle

20:05 Uhr: Ab dem 30. März müssen sich alle Moskauer in Selbstisolation begeben. Das hat Bürgermeister Sergej Sobjanin am Abend am Abend gekannt gegeben. Die Ein- und Ausfahrt in die Stadt bleibt aber weiterhin erlaubt.

Das Haus darf demnach nur noch in folgenden Fällen verlassen werden:

  • Für den Weg zum Arzt, 
  • Für den Weg zur Arbeit
  • Einkäufe im nächstgelegenen Laden oder der Apotheke
  • Ausführen von Haustieren, maximal 100 Metern vom Haus entfernt
  • Zum Müll rausbringen 

Unterstützung bei Jobverlust

17:06 Uhr Wer in Moskau wegen der Corona-Krise seine Arbeit verliert, erhält Arbeitslosengeld in Höhe von 19500 Rubel (220 Euro). Das gab Bürgermeister Sergej Sobjanin bekannt. Die Auszahlung solle automatisch ohne Antragstellung erfolgen, do Sobjanin.

Viele junge Erkrankte

14:00 Uhr: Fast 40 Prozent der Corona-Infizierten in Moskau sind jünger als 40 Jahre. Das erklärte die Einsatzzentrale des Rathauses in einer Mitteilung. Von den 1014 Erkrankten sind 5,5 Prozent Minderjährige, 33,5 Prozent zwischen 18 und 34 Jahre alt, 46 Prozent zwischen 35 und 64, 15 Prozent über 65.

Zahl der Infizierten steigt

12:00 Uhr Die Zahl der Corona-Infizierten ist auf 1534 gestiegen. Das sind 270 mehr als am Vortag. Die meisten Erkrankten gibt es in Moskau (1014), gefolgt vom Moskauer Umland (112). Offiziell sind bisher vier Menschen an den Folgen des Virus gestorben. 15 wurden geheilt.

Nette Aufforderung zu Selbstisolation

11:00 Uhr Menschen über 65 sollen nicht aus dem Haus gehen, hatte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin entschieden. Als Erinnerung wurden zwei Metrostationen kurzfristig umbenannt. (Fotos: Verkehrsabteilung der Stadt Moskau)

25. März

Corona: Ansteckungsrate verdreifacht

11:42 Uhr Innerhalb eines Tages ist es in Russland zu 163 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gekommen. Das sind fast dreimal so viel Fälle wie in den vergangenen Tagen (zwischen 50-60). Dies gab die Nachrichtenagentur Interfax bekannt. Die Mehrzahl der neuen Coronoa-Opfer kommt demnach aus Moskau. In der russischen Hauptstadt infizierten sich 120 Menschen mit der Lungenkrankheit. Nach offiziellen Angaben leiden derzeit russlandweit 658 Menschen an COVID-19.

Erlaubt: Behandlung zu Hause

08:05 Uhr Patienten mit einer leichten Verlaufsform des Coronavirus dürfen sich unter bestimmten Bedingungen zu Hause kurieren. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Zu den Voraussetzungen gehören eine Körpertemperatur unter 38,5 Grad, eine Sauerstoffsättigung im Blut von mindestens 93 Prozent und die Abwesenheit von Atembeschwerden. Liegt eine dieser Bedingungen nicht vor, wird der Patient ins Krankenhaus eingewiesen. Eine Behandlung in einer Klinik ist zudem für Schwangere, chronisch Kranke und Bürger ab einem Alter von 65 Jahren zwingend.

24. März

Außerhalb von Moskau: Nachtclubs und Kinos schließen

18:46 Uhr In den russischen Regionen sollen Spielhallen, Kinos, öffentliche Spielzimmer zur Kinderbetreuung sowie Nachtclubs und Discotheken vorübergehend den Betrieb einstellen. Dies meldet der Radiosender Echo Moskwy mit Bezug auf einen Beschluss der russischen Regierung. Zudem wird das Rauchen von Wasserpfeifen in Bars und Restaurants untersagt. Die Maßnahmen sollen die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen.

Präsident besichtigt Corona-Krankenhaus

17:56 Uhr Der russische Präsident hat überraschend ein Spezialkrankenhaus für Coronakranke im Moskauer Stadtteil Kommunarka besucht. Dies meldet die Internetzeitung “Lenta”. Für seine Visite musste Wladimir Putin einen Schutzanzug, Handschuhe und Maske anlegen. Der Staatschef befragte einen Patienten nach seinem Befinden und ließ sich von Chefarzt Denis Prozenko über die Lage informieren.

Fast 500 Corona-Fälle

14:24 Uhr Innerhalb eines Tages ist es in Russland zu 57 neuen Corona-Fällen gekommen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Damit sind nach offiziellen Angaben inzwischen 495 Menschen mit COVID19 infiziert. https://www.interfax.ru/russia/700668

Weniger Ferienflieger

10:14 Uhr Die russische Fluggesellschaft Aeroflot will ihren Linienverkehr weiter einschränken. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Betroffen sind Flüge in die Türkei (Antalya), die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai), Thailand (Phuket), Cuba (Havanna), Vietnam (Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt). Die Einschränkungen treten zwischen dem 28. März und dem 1. April in Kraft. Zudem soll die Zahl der Flüge in die USA und auf die Malediven reduziert werden. https://www.interfax.ru/russia/700616

Richtigstellung: Kein Corona – sondern Krebs

10:03 Uhr Die am Montagabend verstorbene Patientin eines Infektionskrankenhauses im Moskauer Stadteil Kommunarka war nicht mit COVID-19 infiziert. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Ärzten zufolge hatte die Frau Krebs im Endstadium. Ein Test auf das Coronavirus sei negativ ausgefallen. https://www.interfax.ru/moscow/700613

Corona-Verdacht: Frau stirbt in Moskau

07:20 Uhr Am Montagabend ist eine 69-Jährige mit Verdacht auf COVID-19 in Moskau gestorben. Dies meldete die Zeitung “Moskowskij Komsomolez”. Die Patientin befand sich zur Behandlung in einem speziellen Krankenhaus zur Behandlung von Infektionen im Stadtteil Kommunarka. Möglicherweise hatte sich die Frau bei ihrer Tochter angesteckt, die zuvor aus ihrem Urlaub in Portugal zurückgekehrt war. https://www.mk.ru/social/2020/03/24/v-moskve-zafiksirovana-vtoraya-smert-bolnoy-koronavirusom.html

St. Petersburg: Keine Arztbesuche mehr

Krankenhäuser und Kliniken in St. Petersburg sagen bis Ende April Routinetermine ihrer Patienten ab. Dazu zählen unter anderem Untersuchungen zur Prophylaxe, Impfungen und Gesundheitskontrollen bei bestimmten Berufsgruppen. Die Maßnahme seien wegen der sich “verschlechternden globalen epidemiolgischen Situation sowie der Gefahr der Einschleppung und Verbreitung des Virus” notwendig, heißt es in der Anordnung des leitenden Hygienearztes von St. Petersburg.

23. März

Siebte Corona-Abteilung eingerichtet

15:31 Uhr In der Moskauer Worochobowa-Klinik wurde eine neue Abteilung für Corona-Fälle eröffnet. Dafür wurde eigens ein Flügel (Fläche 50 000 Quadratmeter) des Krankenhauses umgebaut. Damit verfüge Moskau nun über sieben spezielle Einrichtungen zur Behandlung von Corona-Infizierten und Verdachtsfällen, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin.

Beschleunigte Diagnose

10:10 Uhr In Moskau reicht künftig ein einziger positiver Corona-Test für eine Diagnose des Coronavirus. Dies meldete der Krisenstab für Monitoring und Kontrolle des Coronavirus auf seinem Telegramkanal. Zuvor war für die Diagnose die Bestätigung einer Zweitprobe durch ein weiteres Labor notwendig.

Zahl der Erkrankten steigt weiter

09:41 Uhr In den vergangenen 24 Stunden ist es in Russland zu 71 neuen Ansteckungen mit dem Corona-Virus gekommen. Dies teilte Premierminister Michail Mischustin mit. Damit sind nach offiziellen Angaben insgesamt 438 Menschen an dem Virus erkrankt, mehr als 52000 Bürger stehen unter ärztlicher Beobachtung. 17 Patienten sind nach staatlichen Angaben von der Krankheit genesen.

Handydaten für Kampf gegen Corona

09:40 Uhr Das russische Kommunikationsministerium soll Bürger identifizieren, die Kontakt zu Corona-Infizierten halten. Dies ordnete Premierminister Michail Mischustin an. Um konkrete Fälle festzustellen, will die Behörde Daten von Mobilfunkanbietern auswerten und die Ortungsfunktion von Handys von Verdachtsfällen nutzen.

Senioren müssen daheim bleiben

9:01 Uhr Chronisch Kranke und Senioren, die älter als 65 Jahre sind, dürfen ihre Wohnungen ab dem 26. März nicht mehr verlassen. Dies verfügte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin. Geschäfte oder Apotheken dürfen nur noch im äußersten Notfall besucht werden. Die Regelung gilt vorerst bis zum 14. April. Die Einhaltung der Vorschriften wird mit einer Einmalzahlung von 4000 Rubeln (etwa 46 Euro) belohnt.

22. März

Neuer Höchststand

15:51 Uhr Staatliche Stellen bestätigen 61 neue Corona-Fälle. Damit sind in Russland nach offiziellen Angaben 367 Menschen mit der Lungenkrankheit infiziert.

Keine Verschärfung der Corona-Maßnahmen

14:43 Uhr Der Krisenstab für Monitoring und Kontrolle des Coronavirus hat eine Ausweitung von Quarantäne- und Ausgangsbeschränkungen in Moskau für die kommende Zeit ausgeschlossen. Mit dem Dementi regierte der Stab auf Presseberichte über eine Verschärfung entsprechender Maßnahmen. Anfang der Woche hatte die Zeitung “Wedomosti” über einen Notfallplan für den Umgang mit dem Coronavirus berichtet. Das Blatt stützte sich dabei auf mehrere Quellen in der Stadtregierung. Demnach sollten im Falle einer weiteren Ausbreitung des Virus alle nicht systemrelevanten Organisationen und Unternehmen in der russischen Hauptstadt geschlossen werden. Einzig Apotheken und Lebensmittelläden würden die Versorgung der Bevölkerung gewährleisten. Zudem sei eine Ausgangssperre geplant. Der öffentliche Nahverkehr solle eingestellt werden. Autofahrer könnten Moskau nicht mehr verlassen – beziehungsweise in die Stadt gelangen. Die Nationalgarde solle die Einhaltung der Vorschriften überwachen, Zuwiderhandelnde mit strengen Strafen belegt werden. Die Behörden bestritten im Laufe der Woche mehrmals die Existenz eines solchen Planes.

Hilfe für Italien

00:35 Uhr Acht Brigaden mit Virologen und Militärärzten, medizinische Ausrüstung und mobile Desinfektionseinheiten: Wegen der dramatischen Lage in Italien sendet die russische Armee medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus.

21. März

Fitnessclubs schließen

18:14 Uhr Fitnessclubs, Schwimmbäder und sogenannte Aqua-Parks müssen schließen. Dies ordnete die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor an.

53 neue Corona-Fälle

16:42 Uhr In Russland ist es zu 53 Neuansteckungen mit dem Coronavirus gekommen. Damit leiden nach offiziellen Angaben 306 Menschen im ganzen Land an der Lungenkrankheit. Dies meldete der Krisenstab für Monitoring und Kontrolle des Coronavirus. Die positive Nachricht: Vier Patienten aus Moskau und dem Moskauer Umland sind von der Krankheit genesen.

20. März

Armee will weiterhin Rekruten einberufen

13:49 Uhr Der russische Verteidigungsminister hält an der traditionellen Frühjahrskampagne zur Einberufung der Wehrdienstpflichtigen fest. Die neuen Rekruten würden vor Dienstantritt auf das Coronavirus geprüft, erklärte Sergej Schoigu während einer Sitzung seines Ministeriums. Die Wehrdienstpflichtigen werden in der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli einberufen.

Präsident ist gesund

12:17 Uhr “Es besteht keine Notwendigkeit, dass der Präsident einen Coronatest machen muss. Er fühlt sich – Gott sei Dank – bestens und arbeitet weiter entprechend dem Terminkalender.” Dies erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag. Gleichwohl würden Personen, die unmittelbaren Kontakt mit Wladimir Putin hätten, strengen Kontrollen unterzogen.

Internet-Test verschoben

08:41 Uhr Russland hat einen für heute angesetzten Test zur Funktionsfähigkeit des autonomen russischen Internets abgesagt. Grund ist das Coronavirus. Dies teilt die Nachrichtenagentur “Interfax” mit. Die Übung soll bald nachgeholt werden.

Impfstoff-Test

03:34 Uhr Russische Forscher haben mit dem Test eines Impfstoffes gegen das Coronavirus begonnen. Dies teilte die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor mit. Das Mittel wird zuerst an Labortieren ausprobiert. Ein Prototyp des Serums soll innerhalb kürzester Zeit entwickelt werden.

19. März

Visa können verlängert werden

17:07 Uhr Visa für Ausländer dürfen über ihre Aufenthaltsdauer hinaus verlängert werden. Dies gab das russische Innenministerium bekannt. Die Regelung gilt ab sofort und ist unabhängig vom Aufenthaltszweck. Für die Verlängerung muss bei der nächstgelegen Filiale des Ministeriums ein formloser Antrag eingereicht werden.

Fast 200 Corona-Fälle

16:01 Uhr Innerhalb des vergangenen Tages haben sich in Russland 52 Patienten mit dem Coronavirus angesteckt. Dies meldet der Krisenstab für Monitoring und Kontrolle des Coronavirus. Damit sind nach offiziellen Angaben 199 Menschen im gesamten Land mit dem Virus infiziert. Unter den Kranken sind auch elf Ausländer.

Erster Todesfall

11:07 Uhr Das Coronavirus fordert sein erstes Opfer: In Moskau ist einer mit der Lungenkrankheit infizierte Patienten gestorben. Die 79-jährige Rentnerin wurde seit dem 13. März in einer speziellen Infektionsklinik behandelt. Wie der Krisenstab für Monitoring und Kontrolle des Coronavirus bekannt gab, litt die Frau unter einer Reihe chronischer Vorerkrankungen.

Mögliche Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen

09:14 Uhr (aktualisiert 11:04) Die russische Regierung erwägt neue Schritte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Dazu gehört unter anderem die mögliche Absage größerer Sportwettkämpfe und Kulturveranstaltungen in den russischen Regionen. Ein entsprechendes Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern gilt bereits in der russischen Hauptstadt. Weiterhin könnten Firmen und Behörden zum Desinfizieren ihrer Arbeitsplätze verpflichtet werden. Außerdem wird die Ausweitung von Heimarbeit erwogen. Offiziell sind 147 Menschen in Russland am Coronavirus erkrankt.

Gerichte schalten auf Notbetrieb

Ab diesem Donnerstag behandeln russische Gerichte nur noch die dringendsten Fälle. Dies entschied am Mittwoch das Oberste Gericht der Russischen Föderation. Die Regelung gilt vorerst bis zum 10. April. Außerdem können Dokumente und Unterlagen nur noch online oder per Post eingereicht werden. Eine persönliche Übergabe ist nicht mehr möglich.

18. März

Rekordzahl an Neuansteckungen

13:30 Uhr Innerhalb eines Tages haben sich in Russland weitere 33 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach offiziellen Angaben ist dies die bisher höchste Quote von Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden. 31 der Fälle wurden in Moskau registriert. Jeweils ein Patient wurde im Tomsker und im Novosibirsker Gebiet gemeldet. Insgesamt befinden sich nach einer Meldung des Gesundheitsministeriums gegenwärtig 17904 unter medizinischer Beobachtung. In ganz Russland wurden 122 854 Coronatests durchgeführt

Hunderte Patienten in Corona-Klinik

10:55 Uhr In einem speziell für Corona-Verdachtsfälle eingerichteten Moskauer Krankenhaus werden gegenwärtig 408 Menschen betreut. Dies meldet der Operative Stab für Monitoring und Kontrolle des Coronavirus. Bei 37 Patienten der Einrichtung im Stadtteil Kommunarka wurde das Virus bestätigt. Allerdings liege in keinem der Fälle eine schwere Verlaufsform vor.

Schulferien werden verlängert

09:14 Uhr Die Dauer der russischen Frühjahrsferien wird wegen des Coronavirus um zwei Wochen ausgedehnt. Die Schüler haben nun in der Zeit zwischen vom 23. März bis zum 12 April frei. Dies teilte Bildungsminister Sergej Krawzow mit.

Termin für Volksabstimmung vorerst bestätigt

08:22 Uhr Wladimir Putin hält vorläufig am Termin für die geplante Volksabstimmung zur russischen Verfassungsreform fest. Ein entsprechendes Dekret unterschrieb der russische Präsident in Moskau. . Demnach soll das Plebiszit am 22. April stattfinden – wenn es die Situation rund um das Coronavirus erlaubt. Bei aller Bedeutung der Reform gehe die Gesundheit der Russen vor, unterstrich Putin.

Einreisesperre tritt in Kraft

Am heutigen Mittwoch schließt Russland seine Grenzen für nichtrussische Mitbürger. Die Regelung gilt vorerst bis zum 1. Mai und soll der Verbreitung des Coronavirus entgegenwirken. Weiterhin einreisen dürfen: Menschen mit dauerhafter Aufenthaltserlaubnis, offizielle Delegationen, Diplomaten sowie Besatzungen von Flugzeugen, Schiffen und Zügen. Auch Transitreisende und Menschen, die zu Beerdigungen einreisen, sind vom Einreisebann ausgenommen.

17. März

Tausende unter medizinischer Beobachtung

16:35 Uhr Mehr als 16 000 Menschen stehen unter strenger ärztlicher Kontrolle. Dies meldet die Onlinezeitung “Lenta”. Bei den Männern und Frauen handelt es sich um Reisende, die aus Ländern mit nachgewiesenen Corona-Fällen nach Russland zurückgekehrt oder eingereist sind.

114 bestätigte Fälle

16:25 Uhr Innerhalb eines Tages ist die offizielle Zahl der am Coronavirus erkrankten Russen von 93 auf 114 gestiegen. Dies teilte am Dienstag Vize-Premierministerin Tatjana Golikowa mit. Nach Angaben der Politikerin gab es Krankheitsfälle in insgesamt 26 russischen Regionen. 104 Patienten hätten sich im Ausland mit dem Virus im Ausland angesteckt, 106 der Kranken litten unter der leichten Verlaufsform des Virus. In fünf Fällen konnten von COVD-19 Genesene bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Keine Züge zwischen Russland und Finnland

12:49 Uhr Die Finnische Eisenbahn (VR) stellt zum 19. März den Passagierverkehr zwischen St. Petersburg und Helsinki ein. Dies meldet die Nachrichtenagentur “RIA Novosti”. Die Einschränkung gilt vorläufig bis zum 13. April. Der Güterverkehr zwischen Russland und Finnland ist von der Regelung ausgenommen.

Verschärfte Quarantäne in Moskau?

8:03 Uhr Die Moskauer Stadtregierung erwägt weitgehende Quarantäne-Maßnahmen. Dies berichtet das Internetportal “Otkrytye Medija” unter Berufung auf eine Quelle aus dem Bürgermeisteramt. Demnach könnten ab dem 20. März alle Angestellten, die nicht mit Arbeiten für die unmittelbare Funktionsfähigkeit der Stadt betraut sind, zu Heimarbeit verpflichtet werden. Servicedienstleistungen und Beratungen würden in diesem Fall ausschließlich online erfolgen. Die Maßnahmen treten in Kraft, falls die Zahl der Infizierten weiter steigt. Ein konkreter Schwellenwert wurde allerdings nicht genannt. Außerdem erwägen die Behörden die eingeschränkte Öffnungszeiten von Einkaufszentren sowie die Schließung von Bars, Cafés und Restaurants. Weiterhin wird beraten, wie die Zahl der Passagiere im öffentlichen Nahverkehrs beschränkt werden kann. Als äußerstes Mittel behalten sich die Behörden eine komplette Schließung der Metro vor.

16. März

21:22 Uhr Russland schließt ab dem 18. März die Grenzen für Ausländer. Der Einreisebann zum Schutz vor dem Coronavirus gilt vorerst bis zum 1. Mai. Ausgenommen sind nur wenige Personengruppen wie Diplomaten, Besatzungen von Flugzeugen, Schiffen und Zügen sowie Menschen mit dauerhafter Aufenthaltserlaubnis.

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