Zeitgeschehen

Hessen investiert in die Erinnerung

Hessen hat die Mittel für die Kulturarbeit der Heimatvertriebenen und für die Spätaussiedlerintegration kräftig aufgestockt. Die Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf verriet der MDZ, welchen Vorhaben diese Gelder zu Gute kommen.

Zeitgeschehen

Deutsch-russische Herzenssache

Wenn das Herz ohne Vorwarnung zu schlagen aufhört, dann kann das genetische Ursachen haben. Ein deutscher Professor sieht Grund zu der Annahme, dass eine Gen-Mutation im 18. Jahrhundert mit Deutschen nach Russland ausgewandert und jetzt mit ihnen wieder zurückgelangt ist. Nun soll grenzübergreifend zusammengearbeitet werden, um Leben zu retten.

Fabritius
Zeitgeschehen

„Die Spätaussiedler werden ausgeklammert“

Die Spätaussiedler wollen einfach nur die gerechte Anerkennung ihrer Lebensleistung, meint Bernd Fabritius. Im MDZ-Interview erklärt der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, warum eine Rentenangleichung dem deutschen Solidaritätsprinzip entspricht.

Rente
Zeitgeschehen

Gerechtigkeit für alle?: Was deutsche Parteien zur Rente für Spätaussiedler sagen

Seit diesem Jahr läuft die letzte Stufe der Rentenangleichung in Deutschland. Bis zum Jahr 2025 soll es keine Unterschiede mehr zwischen den Altersbezügen in West- und Ostdeutschland geben. Ausgenommen von der Angleichung sind jedoch Spätaussiedler, die unter das Fremdrentengesetz fallen. Dagegen wehren sich mehrere Landschaftsmannschaften mit einer Petition. Die MDZ hat die Parteien im Bundestag gefragt, wie sie zu den Renten für Spätaussiedler stehen.

Zeitgeschehen

In Russland Deutscher, in Deutschland Russe

Anton Glockhammer hat seine Kindheit in Russland verbracht und seine Jugend in Deutschland. Er gehört zu jenen Spätaussiedlern, die es nach einiger Zeit wieder in die alte Heimat zog. 2008 nahm er nach Abitur und Bundeswehr nicht wie geplant ein Studium in Hamburg auf, sondern in seiner sibirischen Geburtsstadt Tomsk. Das war eine Bauchentscheidung. Jetzt ist der Russlanddeutsche, der akzentfrei Deutsch spricht, 31 und hat eine Kopfentscheidung getroffen: Er will zurück nach Deutschland. Der Kinder wegen. Wie er das begründet, ist ein Stück deutsch-russische Heimatkunde.

Zeitgeschehen

„Deutscher mit Vorteil“: Als Spätaussiedler in Deutschland

Seit Mesut Özils geräuschvollem Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird in Deutschland wieder verstärkt darüber diskutiert, wie es um den Umgang mit Menschen steht, die einen Migrationshintergrund haben. Wie akzeptiert sind sie, was erleben sie möglicherweise an Vorbehalten, an Rassismus gar? Hier berichtet der Russlanddeutsche Wladislav Miller, geboren in Sibirien, von seinen Alltagserfahrungen. Der heute 29-jährige Spätaussiedler ist Webdesigner bei einer Kommunikationsagentur in Hannover.

Kultur

Engel sprechen Russisch: Ein Roman über Spätaussiedler

Seit den 1920er Jahren ist der Berliner Bezirk Charlottenburg auch als Charlottengrad bekannt – ein Ort der russischen Diaspora. Hier lebt der russische Autor Mitja Vachedin. Kürzlich erschien sein erster Roman auf Deutsch, dem es an Absurdität und Nachdenklichkeit nicht fehlt.