Meinung und Medien

Russland nahm er persönlich: Zum Tod von Gisbert Mrozek

Viel näher als Gisbert Mrozek kann man Russland als Deutscher nicht kommen. Mehr als zweieinhalb Jahrzehnte hat er die Um- und Aufbruchjahre dieses Landes journalistisch begleitet, darunter als Chef der Moskauer Internetzeitung „Russland aktuell“. Zuletzt lebte Mrozek zwischen Moskau und St. Petersburg auf dem Lande. Nun ist er gestorben.

Regionen

Eine Stadt, die süchtig macht

In Leningrad geboren, hat German Moyzhes sein halbes Leben in Deutschland verbracht. Doch nun ist zurück in seiner Heimatstadt. In der MDZ spricht er über „sein“ St. Petersburg und seine fünf Lieblingsorte in der Stadt.

Gesellschaft

Ein Deutscher über Corona in Russland: Vieles nur auf dem Papier

Es ist dreieinhalb Monate her, dass in Russland erste Ausgangssperren eingeführt wurden. Inzwischen kehrt allmählich wieder Normalität ein. Wie ist das Land durch die Pandemie gekommen? Die MDZ hat den in St. Petersburg lebenden Deutschen Thomas Röper (48), Autor des Blogs „Anti-Spiegel“ über die deutsche Russlandberichterstattung, nach seinen Erfahrungen und Ein­drücken gefragt.

Nachtbürgermeister
Kultur

Schlaflos in Uljanowsk

Nicht die großen Metropolen Moskau oder St. Petersburg, sondern das 600 000 Einwohner zählende Uljanowsk hat seit diesem Jahr einen Nachtbürgermeister. Im Gespräch mit der MDZ erklärt der 27-jährige Amtsinhaber Pawel Andrejew, wie er zum Bindeglied zwischen urbaner Kultur und dem Rathaus wurde und wie er die Stadt an der mittleren Wolga zu einem lebenswerteren Ort machen will.

Meinung und Medien

Gul heißt Blume

Sprachbarrieren, prekäre Arbeitsbedingungen und Wohnungsnot: Die Situation tadschikischer, usbekischer und kirgisischer Arbeitsmigrantinnen in Russland ist schwierig. Informationen oder Beratungsstellen sind rar. Auf den Vorschlag von einer Mutter mit Migrationshintergrund wurde in St. Petersburg nun die mehrsprachige Zeitung „Gul“ gegründet, welche praktische Alltagstipps und Orientierung bei juristischen Fragen gibt. Im Interview erklärt die 24-jährige Redakteurin Ajim Baky aus Kirgistan, wie das ehrenamtliche Projekt Frauen aus Zentralasien stärken will.

Kultur

Die wahre Welt ist absurd

Er führte einen berühmten Salon in St. Petersburg, machte sich als kompetenter Kunsthistoriker einen Namen und kämpfte als Offizier im Zweiten Weltkrieg. Dass Wsewolod Petrow aber auch ein großer Schriftsteller mit einer Vorliebe für den Surrealismus war, erkennen viele Literaturfreunde erst jetzt.

Grjasnowa
Kultur

„Ich weiß nicht, was es bedeuten soll, russisch zu sein“

Olga Grjasnowa ist eine der bekanntesten Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur. Auf Einladung des Goethe-Instituts stellt Grjasnowa ihren aktuellen Roman „Gott ist nicht schüchtern“ auf einer Lesereise in St. Petersburg, Archangelsk und Moskau vor. Mit der MDZ sprach Grjasnowa über ihre Erfahrungen mit Russland, ihre Romanhelden und die Frage nach Identität.