75 Jahre Kriegsende

Die vergessene Parade

Sie steht im Schatten der berühmten Parade auf dem Roten Platz und wurde von der kommunistischen Geschichtsschreibung lange totgeschwiegen: Am 7. September 1945 hielten die Sowjetunion und die Westalliierten in Berlin eine gemeinsame Siegesparade ab. 75 Jahre danach ist die Militärschau aus der gemeinsamen Erinnerung verschwunden.

Zeitgeschehen

Ein Befreier kehrt zurück

Er kämpfte in der Schlacht um Berlin, organisierte das Leben in der zerstörten Hauptstadt und verzichtete auf Vergeltung: Vor 75 Jahren starb Nikolai Bersarin bei einem tragischen Verkehrsunfall in Berlin. Nun hat der Militär ein Denkmal bekommen.

75 Jahre Kriegsende

Der Fleischwolf von Rschew

Sie zählt zu den blutigsten Kämpfen des Zweiten Weltkrieges, wurde aber lange verdrängt: In der Schlacht von Rschew fielen rund zwei Millionen sowjetische Soldaten. Die Geschichte eines vergessenen Blutbades, an das nun ein monumentales Denkmal erinnert.

75 Jahre Kriegsende

Die unbekannten Kämpfer: Russlanddeutsche in der Roten Armee

Sie gehören zu den weniger bekannten Seiten des Zweiten Weltkriegs – die Russlanddeutschen in der Roten Armee. Robert Klein war einer der wenigen, der die höchste Auszeichnung der UdSSR – Held der Sowjetunion – erhielt. Doch Klein war nicht allein. An seiner Seite kämpften auch Georgier, Kasachen und Ukrainer, mit denen ihn eine lebenslange Freundschaft verband.

Zeitgeschehen

„Geschichte ist grau“: Der Weltkrieg und ein russisch-polnischer Disput

Im Mai jährt sich die deutsche Kapitulation von 1945 zum 75. Mal. Doch statt dem Kriegsende ist plötzlich der Kriegsbeginn Thema einer heftigen russisch-polnischen Kontroverse. Auf eine Bemerkung von Russlands Präsident Putin über den „antisemitischen“ polnischen Botschafter im Berlin der Vorkriegszeit antwortete Polen mit Verweisen auf den Hitler-Stalin-Pakt. Über die geschichtlichen Hintergründe sprach die MDZ mit dem Historiker Matthias Uhl vom Deutschen Historischen Institut in Moskau.

Freizeit in Moskau

Eine Stadt wehrt sich

Moskau hatte Glück. Das Schicksal vieler anderer europäischer Metropolen, die von den deutschen Bombern im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurden, blieb Moskau erspart. Einen großen Anteil daran hatten die Menschen in der Stadt, die eine Flugabwehr organisierten und wichtige Ziele tarnten. Das Museum Moskaus zeigt in einer Ausstellung, wie die Bewohner die Verteidigung ihrer Stadt organisierten.