Russlands Meldesystem muss dringend reformiert werden
In der Coronakrise erweist sich Russlands Meldesystem als fern jeder Wirklichkeit. Ideen für Reformen gibt es, umsetzen möchte sie aber niemand.
In der Coronakrise erweist sich Russlands Meldesystem als fern jeder Wirklichkeit. Ideen für Reformen gibt es, umsetzen möchte sie aber niemand.
Mit seiner Größe und vielen abgelegenen Gebieten ist Russland ein geeigneter Markt für die Telemedizin. Doch bisher hatte es die junge Branche schwer. Durch Covid-19 ändert sich das nun.
Kai-Uwe Gundermann (47) lebt mit Frau und Tochter in Moskau. Der Deutsche ist schon seit 2009 in Russland, arbeitet heute für eine Unternehmensberatung in Deutschland, fühlt sich aber in Moskau heimisch. Jetzt lag er mit Covid-19 mehrere Wochen im Krankenhaus. Wenn er nicht in eine Privatklinik gewechselt wäre, sagt er, würde er heute vielleicht nicht mehr leben. Hier erzählt er seine Krankengeschichte.
Die Grenzen sind offen und es gibt keine Ausgehbeschränkungen: Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko widersetzt sich Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19. Die MDZ sprach über die Gründe und möglichen Folgen dieser Politik mit dem Journalisten Franak Wiachorka.
Wie die Stadt wurde auch die Region Moskau unter Quarantäne gestellt. Es gelten die gleichen Regeln wie in der Metropole: Man darf das Haus nur verlassen, um Lebensmittel zu kaufen oder in die Apotheke zu gehen. Ältere Menschen über 65 Jahre müssen ganz zu Hause bleiben. Freiwillige unterstützen diese jetzt beim Einkauf. Ein Bericht aus Krasnogorsk vor den Toren Moskaus.
Seit Montag gelten in der russischen Hauptstadt verschärfte Isolationsmaßnahmen. Die Moskauer Behörden agieren mit zunehmender Kompromisslosigkeit, um die Einhaltung zu gewährleisten. Das radikale Vorgehen treibt mitunter kuriose Blüten.
Gerade in Zeiten wie diesen sind viele Menschen auf Hilfe angewiesen. Die Malteser-Hilfsorganisation ist schon seit 1991 in Moskau tätig und unterstützt Bedürftige mit menschlicher Nähe, Gaben und Bildungsangeboten.
Auch in Russland ist der Alltag vieler Menschen gerade auf den Kopf gestellt. Wir haben uns von Einheimischen aus verschiedenen Regionen erzählen lassen, wie sich ihr Leben verändert hat. Stimmen aus dem kollektiven Stubenarrest.
Trotz Coronakrise geht der Betrieb an Hochschulen weiter – zuhause. Die Umstellung lief zwar nicht immer reibungslos, doch ohne die Digitalisierung würde hier Totalstillstand herrschen. Drei Dozentinnen berichten von ihren Erfahrungen mit Online-Seminaren.
Zuletzt musste Volkswagen in Kaluga die Produktion anhalten. Deutsche Unternehmen machen auch in Russland schwere Zeiten durch. Wie schwer sie sind, darüber spricht Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Auslandshandelskammer (AHK), im Exklusivinterview mit der MDZ.