75 Jahre Kriegsende

Die vergessene Parade

Sie steht im Schatten der berühmten Parade auf dem Roten Platz und wurde von der kommunistischen Geschichtsschreibung lange totgeschwiegen: Am 7. September 1945 hielten die Sowjetunion und die Westalliierten in Berlin eine gemeinsame Siegesparade ab. 75 Jahre danach ist die Militärschau aus der gemeinsamen Erinnerung verschwunden.

Feuilleton

Der Sammler und die Sowjets

Er entriss die russische Avantgarde dem Vergessen, machte seine Wohnung zum Museum und wurde ins Exil gedrängt: Im Moskauer AZ-Museum läuft derzeit die Ausstellung „Wybor Costaki“ (Die Wahl Costakisʹ). Wer war der Mann hinter der größten privaten Kunstsammlung der Sowjetunion?

Moskau

Seltsame Papphüte und die erste Fanta

Während Erwachsene über den Olympia-Boykott diskutierten, freuten sich Kinder über die erste Fanta. Mit den Olympischen Sommerspielen kam internationales Flair und ein frischer Wind in die Hauptstadt. Vierzig Jahre ist das nun her. Moskauer erzählen von ihren Kindheitserinnerungen.

Moskau

Klasse für die Masse: Melnikow und das etwas andere Sowjeterbe

Die sichtbarste städtebauliche Hinterlassenschaft der Sowjetzeit in Moskau sind die Plattenbaugebiete. Lange, bevor sie entstanden, und noch vor dem Stalinschen Neoklassizismus hinterließ aber auch Konstantin Melnikow (1890 – 1974) Spuren im Stadtbild. Wie viele andere suchte der Architekt in den 1920er und 1930er Jahren nach einer Formensprache für die neue Gesellschaft und entwarf Gebäude mit Charakter. Der „sowjetische Gaudi“ geriet alsbald ins Abseits, die Obrigkeit warf ihm „bürgerliche Fantastereien“ vor. Doch sein Erbe ist bis heute sehenswert. Am 3. August wäre Konstantin Melnikow 130 Jahre alt geworden.

Gesellschaft

Mit frostigen Grüßen aus Übersee

Süß, cremig und ziemlich gehalt- voll: Viele Russen schwärmen noch immer für den Geschmack traditioneller Eissorten, die schon zu Sowjetzeiten verkauft wurden. Warum es die Leckerei- en ohne eine Reise in die USA heute so wahrscheinlich nicht geben würde.

Stalker
Freizeit in Moskau

Der Reiz des Verfallenen

Als sich behauptende Weltmacht errichtete die Sowjetunion eine Vielzahl an spektakulären Bauten. Nach ihrem Zerfall blieben viele von ihnen ohne Funktion und sich selbst überlassen. Heute dienen sie als Ausflugsziele für Abenteurer.

Feuilleton

Handgeknüpfte Propaganda

In Aserbaidschan traf in den 1920er Jahren eine traditionsreiche Teppichkunst auf den Sozialismus der Sowjetunion. Welche Blüten diese eigenartige Symbiose trieb, zeigte jüngst eine Ausstellung in Moskau.

Das Denkmal in Syhra
Zeitgeschehen

Geste der Freundschaft

Vor gut einem Jahr wurde in Syhra bei Leipzig das Denkmal zweier sowjetischer Piloten neu eingeweiht, die für das sächsische Dorf ihr Leben gaben. In politisch eher angespannten Zeiten erinnert die Tochter eines der beiden Helden an eine Geschichte voller Menschlichkeit.

Freizeit in Moskau

Wo sowjetische Dichter lebten: zu Besuch in Peredelkino

Die Datschensiedlung Peredelkino war Rückzugsort und Treffpunkt für sowjetische Schriftsteller. Heute zieht es Literatur- und Kunstfans aus der ganzen Welt in den Vorort von Moskau. Dort lässt sich nicht nur nachempfinden, wie die kreativen Köpfe gelebt haben, man stößt auch auf Kunstwerke von Picasso, Chagall und Miró.