Freizeit in Moskau

„Matrjoschka“ voller Überraschungen

Der Moskauer Zirkus wurde in den Jahren der Sowjetunion zu einem Markenzeichen, das in der ganzen Welt bekannt war. Der älteste Zirkus der Hauptstadt, der Nikulin-Zirkus, bewahrt die großen Traditionen der russischen Zirkuskunst und hebt sich gleichzeitig von den anderen Zirkussen in Russland ab. Jetzt begeistert er mit seinem neuen Programm „Matrjoschka“.

Zeitgeschehen

Ein Volk, das sich nach Freunden sehnt

Im Sommer 1957 unternahm der spätere Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez (1927-2014) eine Reise „hinter den Eisernen Vorhang“. Auch die Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Moskau gehörten zu den Zielen. Seine Eindrücke von dem Land, das ihm in vielerlei Hinsicht maßlos erschien, schrieb der Kolumbianer in einer Artikelserie nieder. Auf Russisch erschienen sie erst in der Perestroika-Zeit. Auszüge.

Zeitgeschehen

Goodbye, America: Solschenizyns Abschied von Cavendish vor 30 Jahren

Nirgendwo hat Alexander Solschenizyn (1918-2008) so lange gelebt wie in Cavendish. 18 Jahre verbrachte er nach seiner Ausbürgerung aus der Sowjetunion in der Kleinstadt im äußersten Nord­osten der USA. Zu den Einheimischen hatte er dabei wenig Kontakt. Als seine Heimkehr nach Russland vor 30 Jahren feststand, hielt er vor ihnen eine Abschiedsrede.

Russlands Deutsche

Vor 100 Jahren gegründet: Das kurze Dasein einer Republik

Sie hatte nur 17 Jahre Bestand: Doch von der Wolgarepublik, einer Autonomie für die Sowjetdeutschen in den heutigen Regionen Saratow und Wolgograd, geht nach wie vor eine starke Faszination aus. Das schließt auch eine kritische Auseinandersetzung mit ein. Der Historiker Arkadi German aus Saratow hat sich einen Namen mit seinen Forschungen zur Geschichte der Wolgadeutschen und ihrer Republik gemacht. Zum 100. Jahrestag der Gründung der ASSR antwortet er auf fünf Standardfragen.

Gesellschaft

Hinter der respektablen Fassade

Ausgewählte Schriften, in denen sich Russen mit ihrem Land und seinen Menschen auseinandersetzen, möchten wir den Lesern der MDZ im neuen Ressort „Drucksache“ vorstellen. Den Anfang machen Auszüge aus der Schrift „Mein Land und die Welt“, die der sowjetische Physiker und spätere Dissident Andrej Sacharow 1975 verfasste und nur im Ausland publizieren konnte.

Gesellschaft

Bildstörung: Hochgelobte Serie ist Politikern ein Dorn im Auge

Die Filmserie „Slowo pazana“ über Jugendbanden in den letzten Jahren der Sowjetunion ist in Russland das TV-Ereignis des Jahres. Bisher wurden sechs von acht Folgen ausgestrahlt. Doch während sich Publikum und Kritiker überwiegend in Lobeshymnen ergehen, ruft die Politik speziell in Tatarstan nach einem Verbot.

Freizeit in Moskau

Batman gegen Breschnew

Was, wenn Batman ein Sowjetbürger wäre? Ein skurriles Stück im Theater an der Malaja Bronnaja versetzt den beliebten Superhelden kurzerhand ins spätsowjetische Moskau.

Gesellschaft

Nachworte auf ein verflossenes Land: Russen über das Ende der Sowjetunion

Gäbe es die Sowjetunion noch, dann würde sie heute seit 99 Jahren bestehen. Gegründet am 30. Dezember 1922, trat das rote Riesenreich jedoch bereits Ende 1991 relativ sang- und klanglos von der Weltbühne ab. Zuvor hatten alle 15 Unionsrepubliken nacheinander ihren Austritt aus dem Staat erklärt. Wie haben gewöhnliche Russen diese Zeit erlebt? Die MDZ lässt an dieser Stelle einige zu Wort kommen.