Auf die Hufe, fertig, los!

Nicht nur die Moskauer High Society lässt sich hier ablichten, auch für Wettbegeisterte und Schaulustige ist sie seit 1834 ein Anziehungspunkt: die Zentrale Moskauer Pferderennbahn.

Im Moskauer Hippodrom reiten Jockeys furchtlos um die Wette.  Foto: Hippodrom Moskau

Das wohl berühmteste Pferderennen der Welt findet in Ascot statt, bei dem jedes Jahr ausgefallene Hutkreationen der High-Society dem Galopprennen die Schau stehlen. Doch auch Moskau hat eine eigene prächtige Pferderennbahn, die dem in nichts nachsteht. Bereits 1834 wurde das Hippodrom auf dem Hodynskij Feld in Moskau gebaut, als der Pferderennsport auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit war.

Der Haupteingang des Hippodroms ist im Zuckerbäckerstil gebaut. Foto: Ljubawa Winokurowa

Das Gebäude war eine Augenweide und soll sogar schöner als die Konkurrenz in St. Petersburg gewesen sein. Die Pariser Oper stand Pate für den Entwurf. Leider blieb vom Glanz des Gebäudes nichts übrig, denn ein Brand zerstörte es 1949. Der Architekt Iwan Scholtowskij errichtete später im stalinistischen Zuckerbäckerstil eine neue Fassade. Rund dreieinhalb Tausend Menschen fasst die Tribüne.

Obwohl die Zentrale Moskauer Pferderennbahn sich neben dem starkbefahrenen Leningrader Prospekt befindet, ist auf dem Territorium davon nichts zu hören. Hier scheint die Zeit still zu stehen: Es gibt sowjetische Ornamente, 50er-Jahre-Möbel und Kronleuchter. Wenn nicht gerade ein hochdotiertes Rennen ansteht, bei dem sich die Reichen und Schönen ablichten lassen, versammeln sich viele Rentner in Gruppen, um ihre Spieleinsätze zu machen. Denn das Hippodrom ist der einzige Ort in der Stadt, an dem man legal Wetten abschließen kann. Am häufigsten werden Trabrennen ausgetragen, bei denen Jockeys in Pferdefuhrwerken, auch Sulky genannt, sitzten.

Moskauer Hippodrom

Ul. Begowaja 22

Metrostation Begowaja

Ljubawa Winokurowa

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