Zeitgeschehen

„Wir sind alle unvollkommen“

Als Papst Franziskus Ende August per Videobrücke zu 350 russischen Jugendlichen sprach, schlug das ganz woanders Wellen. Doch der Deutsche Clemens Pickel (62), Bischof der katholischen Diözese St. Clemens in Saratow an der Wolga, nimmt Franziskus in Schutz: Man möge ihn bitte nicht absichtlich missverstehen.

Russlands Deutsche

Der Tag, mit dem alles anders wurde

In Deutschland heißt er „Tag der Russlanddeutschen“, in Russland „Tag der Erinnerung und Trauer“. Am 28. August jährt sich jener Tag, an dem 1941 per Erlass der Sowjetführung die Räumung der deutschen Wolgaautonomie begann. Die MDZ hat Russlanddeutsche gefragt, was dieses Datum für sie bedeutet.

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Spätaussiedler-Verfahren: Neue Hürden

Im Februar erschienen in der MDZ Artikel über im postsowjetischen Raum lebende Deutsche, denen der Status als Spätaussiedler auf Grund von Änderungen ethnischer Angaben in den Dokumenten verweigert wurde. Seitdem hat sich ihre Lage etwas verbessert. Aber bis zu ihrer Ausreise nach Deutschland ist es noch ein langer Weg. Wir setzen uns weiterhin damit auseinander.

Russlands Deutsche

Ein Tag gegen das Vergessen

Es war eine Zeit, in der das Undenkbare denkbar wurde. Auf dem Gedenkfriedhof Lewaschowo in St. Petersburg sind die Spuren des Grauens, das unter Stalin viele Tausende das Leben kostete, gegenwärtig. Am 28. August machten sich Russlanddeutsche dorthin auf – so wie jedes Jahr an diesem Tag.

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Deportation und GULAG: Man darf nicht schweigen

In der jetzigen Zeit, wo sich das Verhältnis des russischen Staates zu seiner „unbequemen Vergangenheit“ ändert, wird es immer schwieriger, ein öffentliches Gespräch über die repressiven Maßnahmen gegen die Deutschen in der UdSSR zu führen. Am Vorabend des 81. Jahrestages der Deportation der Russlanddeutschen sprach die MDZ mit Konstantin Andrejew, dem Leiter des Bildungszentrums des GULAG-Museums in Moskau, über die Möglichkeiten, die Erinnerung daran aufrechtzuerhalten.

Politik

Nicht eine Identität, sondern viele

Russlanddeutsche Lebensläufe sind oft verschlungen. Natalie Pawlik (29) kennt das von ihrer eigenen Familie. Die SPD-Politikerin, seit April neue Aussiedlerbeauftragte der Bundesregierung, wurde in Sibirien geboren. Mit der MDZ hat sie über ihre Erfahrungen bei der Integration in Deutschland, über Identität und ungleiche Chancen gesprochen.