Adenauers Moskau-Besuch
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Die „Freilassung“ der Sowjetdeutschen vor 70 Jahren

Nur drei Monate nach Konrad Adenauers Moskau-Besuch hob die Sowjetführung am 13. Dezember 1955 das Sondersiedlungsregime für die Deutschen der UdSSR auf – 14 Jahre nach dessen Einführung. Ab Januar 1956 entfiel die tägliche Meldepflicht. Doch die Rückkehr in die historische Heimat blieb den Deutschen verwehrt.

Die Direktorin des Mordwinow-Schauspielhauses Jelena Pekar (geb. Karl) in der Rolle der Konzertmeisterin in „Sylva“ (Foto: Mordwinow-Schauspielhaus von Workuta)
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Jelena Pekar: Weitererzählen statt neu anfangen

Ein Stück über das Theater im Gulag hinter dem Polarkreis – und die „Goldene Maske“, die Premiere im Zentrum von Moskau. Das Finale in Stille – in Erinnerung an diejenigen, die unter unmenschlichen Bedingungen den Zuschauern Lebensfreude schenkten. Wie das Schauspielhaus von Workuta eine fast vergessene Geschichte zurück ins Licht holte, erzählt seine Direktorin Jelena Pekar im Interview.

Neudorf
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Neudorf bei St. Petersburg: Von der Kolonie zur Modellsiedlung

Am 26. September 2000 wurde in Neudorf-Strelna bei St. Petersburg das erste Baby geboren – und damit ein modernes deutsches Dorf „offiziell“ gegründet. Fast genau 190 Jahre zuvor war es genauso: Das erste Kind der Kolonie Strelna markierte 1810 den Anfangspunkt für eine Siedlung, die später im Krieg unterging. Ein Ort, zwei Epochen – und der Wille, nicht vergessen zu werden.

Russlands herausragende Deutsche
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Russlands herausragende Deutsche: mit Berufung und Mission

In Moskau wurden traditionell am dritten Samstag im September die Ergebnisse des Wettbewerbs „Russlands herausragende Deutsche“ bekannt gegeben. Die 15. Preisverleihung fand im restaurierten Kulturpalast statt, der kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 erbaut wurde. Die Architektur des Gebäudes passte zum Pathos der Veranstaltung.

Zeitgeschehen

Russland ist viel näher, als man denkt

Wer beruflich oder privat nach Russland reist, der ist heutzutage auf Ausweichrouten zur direkten Flugverbindung angewiesen, die es seit 2022 nicht mehr gibt. Die Türkei hat sich als Zwischenstopp für Flugreisende etabliert. Eine Alternative ist der Landweg nach Russland. Zwar ist Moskau weit, aber die russische Exklave Kaliningrad ist es nicht. Dass diese Option allerdings gewisse Unwägbarkeiten birgt, hat ein Rentnerehepaar aus Sachsen erlebt.

Diesendorf
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Johann Diesendorf und seine Nachkommen

Vom 19. bis 23. August feierte die Wolgastadt Marx ihr 260-jähriges Jubiläum. Sie wurde 1765 als Katharinenstadt gegründet. Zu den Jubiläumsaktivitäten gehörte auch ein Treffen der Nachkommen berühmter Familien dieser ehemaligen deutschen Kolonie, wie Diesendorf, Karle und Rauschenbach. Die Teilnehmerin der Veranstaltung, Anastassija Diesendorf, erzählt von ihren Vorfahren.

Marx
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Das hübsche deutsche Marx

In Marx an der Wolga erinnerte man sich dieser Tage an die Geschichte der Stadt, die Fußballmannschaft der Russlanddeutschen trug ein Freundschaftsspiel aus, und es traten Folkloregruppen auf. Zum ersten Mal fand ein Schönheitswettbewerb unter den russlanddeutschen Frauen statt. Die MDZ bat die Gewinnerin Maria Gerber, ihre Eindrücke zu schildern.

Dietmar Seiffert
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Über das Leben einer katholischen Gemeinde in Sibirien

In Kujbyschew in der Region Nowosibirsk gibt es eine katholische Gemeinde. Viele Gemeindemitglieder sind Nachkommen der deportierten Wolgadeutschen. Diejenigen, die die Kraft dazu haben, versammeln sich zum Gottesdienst in einer winzigen Kirche. Alle anderen werden von Pfarrer Dietmar Seiffert besucht. Die Korrespondentin von „Takije Dela“* Xenija Lyssenko begleitete ihn am Vorabend von Ostern durch die Dörfer und erhielt einen Blick in das Leben der sibirischen Katholiken.