Politik

Alles muss besser werden und nichts soll sich ändern

Die Bereitschaft der Russen, für ihre Belange auf die Straße zu gehen, wächst. In der Regel sind es lokale Themen, die den Trigger bilden, doch auch politische Forderungen bis hin zum Rücktritt von Gouverneuren oder auch von Präsident Putin schließen sich oft an. Gefährlich scheint das dem Kreml jedoch nicht zu werden. Der Soziologe Alexej Lewinson vom renommierten Lewada-Zentrum hat zuletzt in einem viel beachteten Interview mit „Radio Swoboda“ darüber gesprochen, warum seiner Meinung nach selbst erfolgreicher Protest die Machtverhältnisse nicht erschüttern wird. Auszüge.

Universität
Gesellschaft

Ehemalige HSE-Dozenten gründen eine eigene Hochschule

Die renommierte Higher School of Economics hat zahlreiche oppositionell eingestellte Lehrkräfte vor die Tür gesetzt. Denn die verstoßen angeblich gegen neue Richtlinien der Universität. Jetzt wollen die Dozenten eine eigene Universität gründen. Ein unabhängiges Bildungsprojekt, das frei von Zensur sein soll.

Politik

Es brodelt in Fernost

Seit der Verhaftung des Gouverneurs Sergej Furgal Anfang Juli folgte in Chabarowsk eine Großdemonstration auf die andere. Die Menschen sind wütend auf die Regierung im fernen Moskau. Dort sucht man offenbar noch nach dem richtigen Umgang mit der Protestbewegung.

Politik

Die Moskauer Wahlen: Für einige sind sie noch lange nicht vorbei

In Russland fanden heute Regionalwahlen statt. Für Moskau hieß das, dass die 45 Sitze in der Mosgorduma neu vergeben wurden. Auch Jegor Schukow, ein 21-jähriger Student und Videoblogger, hatte sich zunächst Hoffnung gemacht, in das Parlament einzuziehen. Am Ende landete er mit anderen auf der Anklagebank.

Politik

Protestwochen in Russland

Eine Kirchenbau, eine Mülldeponie, ein verhafteter Journalist. Es sind ganz unterschiedliche Anlässe, die in letzter Zeit in Russland zum Sinnbild des Volkszorns geworden sind. Der Eindruck verfestigt sich: Es braucht nicht viel, damit die Stimmung kippt.

Politik

Rentenreform: Länger leben per Dekret

Während viele Russen mit der Sbornaja fiebern, beschloss die Regierung, das Rentenalter zu erhöhen. Doch die Rechnung haben sie ohne die Bevölkerung gemacht. Es regt sich der
Widerstand.

Moskau

Ja zum Nein: Warum viele Moskauer ihre Wohnaltbauten verteidigen

Das Programm zum Abriss von 4546 alten Vier- und Fünfgeschossern in Moskau ist zum Politikum geworden. Zwar befürworten nach Angaben der Stadt 90 Prozent der Bewohner die Pläne, doch laut ist vor allem der Widerstand: Die Gegner ihrer Umsiedlung artikulierten sich Mitte Mai auch auf einer Großkundgebung. Was ist der Grund für den Protest? Hier erzählt der Ingenieur Wladimir Djomkin (56), einer der Betroffenen und unser Kollege bei der MDZ, warum sein Haus fast geschlossen dagegen gestimmt hat.