Lehren aus 1917: Was die Oktoberrevolution der Welt gegeben und genommen hat
Im Mai 2017 hielt Ruslan Grinberg einen Vortrag über die nicht gezogenen Lehren der Oktoberrevolution. Die MDZ gibt diesen in Auszügen wieder.
Im Mai 2017 hielt Ruslan Grinberg einen Vortrag über die nicht gezogenen Lehren der Oktoberrevolution. Die MDZ gibt diesen in Auszügen wieder.
Ganze drei Jahre haben die Kuratoren die Ausstellung „Nekto 1917“ vorbereitet. Sie zeigen, dass Kunst zur Revolutionszeit vielschichtig war. Der übermächtige Bolschewik, der alles niedertrampelt, ist auf den Bildern eher die Ausnahme als die Regel.
Nicht mehr sozialistisch, sondern russisch soll sie sein. Was russische Schüler heute über die Oktoberrevolution lernen.
Eine Reihe von Historikern ist sich einig: Das aktuelle Russland hat ein Problem mit der Revolution. Woher das kommt, wie man das Jubiläum begeht – und warum das gar nicht so seltsam ist.
Die „Aurora“ hat unzählige Schlachten geschlagen, dabei so manchen Treffer gelandet und auch viele einstecken müssen. Berühmt geworden ist sie jedoch ausgerechnet durch einen Blindschuss. Er soll am 7. November 1917 das Ende der Provisorischen Regierung eingeläutet haben. Jack Fordon, 22-jähriger Slawistikstudent von der Uni Heidelberg und gerade für ein Austauschsemester in St. Petersburg, hat das Schiff – seit 1957 Museum – für uns besucht.
Russische Meinungsforscher sind der Frage nachgegangen, was heutige Russen von der Oktoberrevolution halten und wie sie die Ereignisse vor 100 Jahren zu ihrem eigenen Leben in Beziehungen setzen. Die Antworten verraten gemischte Gefühle. Aber eine neuerliche Revolution will so gut wie niemand.
Revolution hinter den Kulissen: Wir erzählen, wie Lenin ein zweites Mal zurückkehrte, welche Fortschritte die Emanzipation in Zeiten der Revolution machte, warum der Wein in Strömen floss und wann die Wachen müde wurden.
Fünf Bücher, eine Botschaft: Revolution, Krieg und Chaos gehören unmittelbar zusammen, ein noch so hoffnungsvoller Umsturz endet in Gewalt und Gemetzel. Das könnte Zufall sein. Oder das, was im kollektiven Gedächtnis von der Revolution übrig geblieben ist.
Das Projekt „Prozhito“ sammelt und digitalisiert Tagebücher aus dem 20. Jahrhundert. Die MDZ hat darin gelesen, um zu erfahren, wie die Menschen die Oktoberrevolution erlebt haben.
Die Liberalen wollten Krieg, die Bauern ihr Land und die Soldaten Frieden. Deshalb lag die Macht sprichwörtlich auf der Straße, als Lenin zum Sturz der Provisorischen Regierung aufrief. Der Potsdamer Historiker Jan Claas Behrends erklärt, warum die Oktoberrevolution unvermeidlich war.