Erinnerungskultur
Gesellschaft

Erinnerungskultur: russische Antworten auf deutsche Fragen

MDZ-Chefredakteur Igor Beresin hat mehr als einmal von deutschen Kollegen und Bekannten Fragen zum Zweiten Weltkrieg gehört – über das Fortbestehen der Erinnerung an dieses Ereignis und die Haltung der Russen dazu. Es ist schwierig, von allen Russen zu reden und unmöglich, in ihrem Namen zu urteilen. Daher scheinen die Antworten oft auf die Ebene der Familie und der persönlichen Erfahrung zu verwiesen. Es handelt sich also um eine eher subjektive Sicht des Problems. Das mag so sein.

Gesellschaft

„Land 37“: Die Hinrichtungsstätten des Großen Terrors

Zwischen 1937 und 1938 wurden in der UdSSR mehr als 700.000 Menschen erschossen. Die repressiven Maßnahmen waren streng geheim. So streng, dass bis heute keine Archivdokumente über die Orte der Erschießungen und Beerdigungen gefunden wurden. Die neue Ausstellung „Land 37“ im Gulag-Museum in Moskau erzählt, wie diese Orte gesucht wurden.

Gesellschaft

Gedenken als Zielscheibe

In Borowsk (Region Kaluga) wollte der bekannte Street-Art-Künstler Wladimir Owtschinnikow (85) in einem ehemaligen Gefängnis ein Museum der Unterdrückung eröffnen und damit den Opfern politischer Verfolgung gedenken. Doch dazu kam es nicht. Die MDZ hat mit dem Künstler gesprochen.

Zeitgeschehen

Die Geschichte einer Zeitzeugin

Maria Fitz (86) wurde als kleines Mädchen aus Südrussland in den Altai deportiert. Ihre Lebensgeschichte ist die Vorlage für das Buch „Der Wermutstannenbaum“, das in Russland zunächst erfolgreich war und später in Ungnade fiel. Die MDZ sprach mit der Protagonistin über das Buch, ihre Kindheit in Verbannung und Weihnachten.

Meinung und Medien

Woran es in der Erinnerungskultur der Russlanddeutschen hapert

Russlanddeutsche haben eine bewegte Geschichte voller Höhen und Tiefen. Ihr kollektives Gedächtnis wird von zwei konträren Episoden bestimmt. Nur durch die Verbindung dieser beiden kann man Russlanddeutsche verstehen. Und so eine lebendige Erinnerungskultur schaffen, die auch in Deutschland akzeptiert wird, meint Edwin Warkentin, Referent im Museum für Russlandeutsche Kulturgeschichte.

Zeitgeschehen

Geschichte kann schmerzhaft sein

Die Organisation Memorial engagiert sich für Menschenrechte und die Aufarbeitung des stalinistischen Terrors. Anke Giesen und Kateryna Gamolina von der deutschen Zweigstelle sprechen im MDZ-Interview über staatliche Repressionen in Russland.

75 Jahre Kriegsende

Unaufhaltsam dem Verderben entgegen

Die Schlacht um Stalingrad gilt in Deutschland als der Inbegriff der militärischen Katastrophe. Doch schon einmal zuvor, in Napoleons Russlandfeldzug von 1812, erlitten deutsche Truppen eine traumatische Niederlage im Osten. Bei der Erinnerung daran taten sich vor allem Württemberger hervor. Dabei wollte deren König diesen Krieg überhaupt nicht.