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In der edlen Welt der Schmuckkunst

Bis zum 25. März 2025 zeigt das Staatliche Historische Museum in Moskau die Schmuckausstellung „Russland - meine Liebe! Die Kunst der russischen Juweliere. 19-21 Jahrhundert“. Neben den Werken zeitgenössischer russischer Juweliere sind auch wunderbare Werke berühmter Meister des 19. Jahrhunderts zu sehen.

Das Staatliche Historische Museum präsentiert Meisterwerke russischer Juweliere
„Das Bild der Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben“, Jekaterinburg, 2019/23

Künstler aus ganz Russland

Die Austellung basiert auf den Arbeiten der Gewinner und Teilnehmer des Gokhran-Wettbewerbs „Russland. 21 Jahrhundert“ – Meister der Gold-, Silber- und Facettenschliffkunst, der Steinschneidekunst, Büchsenmacher- und Uhrmacherkunst des 21. Jahrhunderts. Dieser Wettbewerb wird seit einem Vierteljahrhundert von Gokhran mit Unterstützung des Kulturministeriums der Russischen Föderation veranstaltet.

Die Ausstellung präsentiert mehr als 400 Werke von Künstlern aus mehr als 30 Städten – Jekaterinburg, Moskau, St. Petersburg, Jaroslawl, Kostroma, Tula und vielen anderen. Laut Kuratoren „demonstrieren die besten Arbeiten die jahrhundertealte einheimische Schmucktradition, machen die Gäste mit den verschiedensten Steinbearbeitungstechniken, originellen kreativen Ideen und deren meisterhafter Umsetzung vertraut“.

Traditionen der Uraler Kunsthandwerker

Die Ausstellung ist in vier kleinen Sälen untergebracht, von denen jeder auf seine eigene Weise dekoriert ist. Im ersten Raum ziehen die Vitrinen mit in Stein gehauenen Kunstobjekten die Aufmerksamkeit auf sich, dank des gekonnt konstruierten Spiels von Licht und Schatten. Besonders interessant ist hier die Sammlung von Werken der Uraler Steinbildhauer.

„Schwanen-Zarewna“, Jekaterinburg, 2012 (links) und „Frau im Schnee“, Jekaterinburg? 2018 (Foto: Alexej Karelski)
„Schwanen-Zarewna“, Jekaterinburg, 2012 (links) und „Frau im Schnee“, Jekaterinburg, 2018 (Foto: Alexej Karelski)

Im Mittelpunkt steht „Das Bild der Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben“ (Basilius-Kathedrale) in Moskau, das von den Meistern des Steinmetzateliers „Swjatogor“ in Jekaterinburg über vier Jahre hinweg, von 2019 bis 2023, geschaffen wurde. Zu diesem Zweck wurden roter und grauer Marmor, Cacholong, Jaspis in verschiedenen Farben, Lazurit, Achat, Feuerstein, Amethyst und Metall verwendet. Im Ergebnis ist die Komposition dem Aussehen der berühmten Kathedrale sehr ähnlich, sogar die Spuren der Zeit an den Wänden sind sichtbar. Es gibt viele Werke, die sich thematisch mit Bylinen und russischen Bogatyrs beschäftigen. Zum Beispiel die skulpturale Komposition „Ilja Muromez“, die 2013 von Ural-Meistern geschaffen wurde. „Swjatogor und Mikula“ (2011) und „Dobrynya Nikitich und der Drache Gorynych“ (2010).

„Ilja Muromez“, Jekaterinburg, 2013
„Ilja Muromez“, Jekaterinburg, 2013 (Foto: Alexej Karelski)

Wie eine Messerspitze schimmert der Waffensaal im Glanz von kaltem Stahl. Es werden Dutzende Messern und Säbel mit reich eingelegtem Griff und Scheide präsentiert. Unter all den Exponaten sticht das Messer „Altes Testament“ des Tulaer Meisters Sergej Danilin, das den ersten Platz in der Nominierung „Künstlerische scharfe Waffen: Klassiker der Büchsenmacher“ belegte.

Nicht-traditionelle Materialien und neue Technologien

Im Ausstellungsraum, in dem der Schmuck zeitgenössischer Juweliere ausgestellt ist, kann man Werke sehen, die sich in Stil, Charakter, Ausrichtung und Material stark unterscheiden. Jedes von ihnen ist ein echtes Kunstwerk, gefüllt mit tiefem Inhalt. Der Ring „Lila Portal“ von Alexej Zubow belegte den ersten Platz in der Kategorie „Nicht-traditionelle Materialien und neue Technologien“. Er hat eine ungewöhnliche Form – innen ist er rund, aber äußerlich ähnelt er dem Umriss eines Würfels. Für seine Herstellung verwendete der Meister Gold und Titan. Der Ring ist mit einem Amethysten mit einem ungewöhnlichen Schliff verziert. Wenn man den Ring von oben betrachtet, ist es, als würde man in den Abgrund eintauchen und sich durch Zeit und Raum bewegen. Oder die wunderschöne Halskette „Blutrotes Blümchen“ aus der Schmuckkollektion „Magische Märchen“. Die Kollektion wurde von russischen Volksmärchen inspiriert. Das Schmuckstück aus Gold, Rhodium, Diamanten und Rubinen wirkt so, als wäre es gerade aus einer Zaubertruhe entschwebt.

Brosche, St. Petersburg, 1908, Leonid Tatischtschew (Foto:  Sergej Kiseljow/AGN Moskwa)
Brosche, St. Petersburg, 1908, Leonid Tatischtschew (Foto: Sergej Kiseljow/AGN Moskwa)

Die Ausstellung zeigt auch Werke großer Juweliere der zweiten Hälfte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts aus der Gokhran-Sammlung. Seltene kostbare mineralogische Naturformationen, die ebenfalls aus der Gokhran-Sammlung stammen, sind in den Vitrinen neben ihren Schmuckstücken ausgestellt.

Von Alexej Karelski

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