Wahlen und Spiele
Präsidentschaftswahlen, Weltspiele der Freundschaft, Weltfestspiele der Jugend und mehr: Großereignisse des neuen Jahres im Spiegel der russischen Medien.
Präsidentschaftswahlen, Weltspiele der Freundschaft, Weltfestspiele der Jugend und mehr: Großereignisse des neuen Jahres im Spiegel der russischen Medien.
Auch vor zehn Jahren stand Alexej Nawalny schon vor Gericht. Während er heute allerdings eine neunjährige Haftstrafe verbüßt und gerade zu weiteren 19 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, durfte der Oppositionelle damals immerhin bei den Moskauer Bürgermeisterwahlen 2013 gegen Amtsinhaber Sergej Sobjanin antreten und holte letztlich beachtliche 27 Prozent der Stimmen. So berichtete seinerzeit die Presse über den Wahlkampf.
Sie wurden gefeiert, geliebt und ausgezeichnet. Doch heute gehört es in Russland fast schon zum guten Ton, Stars von gestern, die in der jüngeren Vergangenheit ins Ausland emigriert sind, mit Schimpf und Schande zu überschütten. Vaterlandsverräter sollen sie sein. Das klingt vertraut.
Seit Beginn der „Sonderoperation“ wurden in Russland praktisch sämtliche großen unabhängigen Medien von der staatlichen Aufsichtsbehörde gesperrt. Der Grund sind „Falschmeldungen“.
Viele Medien erleben ihren 25. Geburtstag gar nicht, weil früher Schluss ist. Insofern sind wir von der MDZ fast schon Alteingesessene der Branche, fühlen uns dabei aber jung und tatendurstig. Zum Jubiläum gönnen wir uns und Ihnen einen Streifzug durch unser Vierteljahrhundert.
Der 24. Februar ist seit 2022 nicht mehr „ein Tag“, sondern für immer „der Tag“. Vor einem Jahr hat ein anderes Leben auch für die MDZ begonnen.
In den letzten Monaten stand das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin, besser bekannt als Russisches Haus, im Mittelpunkt von Skandalen. An die Stelle der Proteste außerhalb der Mauern sind Vorschläge zur Untersuchung der Aktivitäten des Instituts unter Einbeziehung der Staatsanwaltschaft getreten.
Die MDZ sprach mit Pawel Iswolski, dem Leiter des Russischen Hauses, über die heutige Situation.
Prognosen gehören zum neuen Jahr wie die Silvesterknaller. Glaubt man denen, die in Russland aus gegebenem Anlass gezündet wurden, dann wird 2023 fürchterlich – für den Westen.
Wer sich das Leben in der Sowjetunion vorstellen möchte, braucht nicht lange nach verschiedenen Quellen zu suchen, es reicht eine. Das 1922 gegründete Satiremagazin „Krokodil“ war jahrzehntelang eine Art (Zerr-)Spiegel des Riesenstaates.
Eine schwere Krankheit. Und dann auch noch Covid. Irgendwann haben Michail Jewgenjewitsch Podwigin die Kräfte verlassen. Am 14. März ist der erste Chefredakteur der MDZ im Alter von 81 Jahren gestorben. „Er hat euch alle geliebt und sich gern an euch erinnert“, sagt seine Frau Valentina am Telefon. Hier erinnern wir uns an ihn.