Gesellschaft

Das Osterwunder von Leningrad

Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist in Russland das wichtigste Kirchenfest. Am heutigen Sonntag wird es nach dem orthodoxen Kalender gefeiert. Besonders denkwürdig war das Fest der Aufstehung im ersten Kriegsfrühjahr 1942. Im belagerten Leningrad war die Auferstehung doppelter Natur – von den Toten und von der Verfolgung der Religion in der Sowjetunion. Plötzlich durfte man wieder völlig unbehelligt beten. Wie passte das zusammen?

Gesellschaft

Leningrader Blockade: Menschliches aus einer unmenschlichen Zeit

Sergej Beresowskij war elf Jahre alt, als seine Heimatstadt Leningrad 1941 in den Würgegriff deutscher und finnischer Truppen geriet. Sie bezogen in einiger Entfernung Stellung und warteten darauf, dass die Eingeschlossenen an Hunger und Kälte starben. Heute ist der Junge von damals 88 Jahre alt, hat lange als Anwalt gearbeitet. Und nun berichtet er auf einem eigens eingerichteten YouTube-Kanal, wie er die Blockade er- und überlebte, selbst tief bewegt und seine Zuschauer zu Tränen rührend. Die MDZ hat ausgewählte Passagen übersetzt.

Feuilleton

Rebell, Heizer, Rocker

Der in Deutschland angelaufene Musikfilm „Leto“ erzählt die Geschichte der Leningrader Rockszene und den frühen Werdegang des Sängers Wiktor Zoi. Doch wer war der Mann, der nach seinem frühen Unfalltod zu einem Halbgott der russischen Rockmusik wurde?

Feuilleton

Engel sprechen Russisch: Ein Roman über Spätaussiedler

Seit den 1920er Jahren ist der Berliner Bezirk Charlottenburg auch als Charlottengrad bekannt – ein Ort der russischen Diaspora. Hier lebt der russische Autor Mitja Vachedin. Kürzlich erschien sein erster Roman auf Deutsch, dem es an Absurdität und Nachdenklichkeit nicht fehlt.