Gesellschaft

Jugendcamp Artek: Attraktives Rädchen im System

Die „Pionierrepublik Wilhelm Pieck“ nordöstlich von Berlin ist schon lange Vergangenheit. Aber das Kinderferienlager Artek auf der Krim, nach dessen Vorbild sie in den ersten Jahren der DDR angelegt worden war, besteht auch heute noch und wird von Russland sogar weiter ausgebaut. 100 Jahre nach seiner Gründung ist es für die einen ein legendärer Ort der unbegrenzten Möglichkeiten, wo sich moderne Infrastruktur und patriotische Erziehung treffen, für die anderen ein Instrument der Indoktrinierung, belegt mit Sanktionen.

Zeitgeschehen

Russland, ich beobachte dich

Tino Eisbrenner, 56, war Anfang 20, als er in der DDR mit seiner Band Jessica („Ich beobachte dich“) zum Popstar wurde. Musik macht der gebürtige Berliner, der heute auf einem Dorf bei Neubrandenburg lebt, immer noch. Aber er erhebt seine Stimme auch, weil er in Deutschland eine Russlandbildstörung ausgemacht hat. Im Zuge der Leipziger Buchmesse wurde jetzt sein Buch „Das Lied vom Frieden“ vorgestellt. In der MDZ spricht der Liedermacher über Ostsozialisierung, Heimatverlust und die Krim.

Zeitgeschehen

Im verbotenen Land: Tagebuch einer Reise auf die Krim

Ukrainisch? Russisch? Der Status der Krim ist umstritten. Aber welchen Eindruck vermittelt die Halbinsel heute, gut vier Jahre nach einem Referendum zu seiner Zugehörigkeit, bei dem nach offiziellen Angaben über 97 Prozent der Teilnehmer für eine „Wiedervereinigung“ mit Russland stimmten? Zehn Tage einer Reise im Tagebuch.

Zeitgeschehen

Krim-Besuch mit Folgen

Ein Konzert auf der Krim ließ Julia Samojlowas Traum von der Teilnahme am Eurovision Song Contest platzen. Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU verhängte ein dreijähriges Einreiseverbot über die russische Sängerin für die „illegale Einreise“. Welche Regelungen für Ausländer gelten und was zu beachten ist.

Krim
Zeitgeschehen

Deutscher Politiker macht sich sein Bild von der Krim

Der deutsche Kommunalpolitiker Andreas Maurer von den Linken wurde im Frühjahr landesweit bekannt, als er mit anderen Deutschen die Krim besuchte und dabei versprach, sich zu Hause für deren Anerkennung als Teil Russlands einzusetzen. Das kam weder in Berlin noch in Kiew gut an. Und was machte Maurer? Er fuhr im Oktober erneut auf die Krim.

Zeitgeschehen

Sanktionen? Ein Deutscher rät Investoren zur Krim

Seit der Abspaltung der Krim von der Ukraine 2014 übt der Westen wirtschaftlichen Druck auf die neue Führung der Halbinsel aus. In einer Anzeige für deutschsprachige Medien preist Bruno H. Willer, 65, auf der Krim lebender Diplom-Kaufmann aus Franken, nun die Vorzüge von Investitionen und bietet sich als Berater an. Wie passt das zusammen?