Alexander Heier
Russlands Deutsche

Spurensuche in Tomsk: Neue Kapitel zu Sawatzkys Roman „Wir selbst“

Die Geschichte von Gerhard Sawatzkys Roman „Wir selbst“ (1937) gleicht einem eigenständigen Buch: Lange als verschollen geltend, erschien das Werk erst 2020 in Berlin. Diese Publikation gab den Impuls, dass die Nachkommen erstmals Briefe und Familienfotos für eine Ausstellung freigaben. Nun wurde die Schau im Tomsker Deutsch-Russischen Haus eröffnet.

Kultur

Wiederentdeckt: Das Epos von der Wolga

Stalin verhinderte die Veröffentlichung und machte ihn damit zur Legende: „Wir selbst“ von Gerhard Sawatzky gilt als wahrscheinlich wichtigster Roman der Russlanddeutschen. Der Germanist Carsten Gansel hat den lange verschollen geglaubten Roman nun in Moskau aufgespürt.

Kultur

Sprachverlust und Widerrede

Das Schlüsselloch im Suppenteller: Diesen eigenwilligen Titel trug der Aufsatz, mit dem die Schriftsteller Eleonora Hummel und Artur Rosenstern Anfang 2018 um mehr Beachtung der russlanddeutschen Literatur warben. Ob das Vorhaben Erfolg hatte, erzählt Eleonora Hummel nun im MDZ-Interview.