Sylva. Bis zur Premiere
Russlands Deutsche

Von der Hölle auf die Bühne: das Schauspielhaus in Workuta

Im Oktober zeigte das Mordwinow-Schauspielhaus aus Workuta in Moskau und St. Petersburg zum ersten Mal das Stück „Sylva. Bis zur Premiere“, das dieses Jahr mit dem wichtigsten Theaterpreis Russlands – der „Goldenen Maske“ in der Kategorie „Beste Arbeit eines Dramatikers“ – ausgezeichnet wurde. Die MDZ hat sich dieses „Poem über das Theater“ in Moskau angesehen.

Georgi Demidow
Kultur

Die Seiten des Gulag: Über die Bücher von Georgi Demidow

Der Film „Zwei Staatsanwälte“ des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa, der bei Filmfestspielen von Cannes einen Preis gewonnen hat, wird im Februar 2026 in deutschen Kinos gezeigt. Es ist unwahrscheinlich, dass der Film russische Zuschauer erreichen wird, aber sie werden die Gelegenheit haben, die Geschichte zu lesen, auf der der Film basiert.

Denkmal für die Opfer des Stalin-Regimes in Magadan, wohin Semjon Michailow 1938 verschickt wurde
Gesellschaft

Kinder des Gulag: Für das Recht auf Heimkehr

Kürzlich wies ein Moskauer Bezirksgericht das Bürgermeisteramt an, eine Wohnung für die 76-jährige Jelisaweta Michailowa, die Tochter eines Opfers des Stalin-Regimes aus der Hauptstadt, zu kaufen. Wenn dies geschieht, können auch andere Kinder des Gulag, die seit mehr als 30 Jahren auf eine solche Entschädigung warten, damit rechnen. Die Moskauer Behörden wollen jedoch gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einlegen.

Gesellschaft

„Land 37“: Die Hinrichtungsstätten des Großen Terrors

Zwischen 1937 und 1938 wurden in der UdSSR mehr als 700.000 Menschen erschossen. Die repressiven Maßnahmen waren streng geheim. So streng, dass bis heute keine Archivdokumente über die Orte der Erschießungen und Beerdigungen gefunden wurden. Die neue Ausstellung „Land 37“ im Gulag-Museum in Moskau erzählt, wie diese Orte gesucht wurden.

Gesellschaft

Eine ganz und gar negative Lebensschule

Warlam Schalamow gehört zu den bekanntesten Chronisten des Lagersystems der Stalinzeit. Der Schriftsteller verbrachte von seinen knapp 75 Lebensjahren insgesamt 17 in diversen sowjetischen Straflagern. Welche Erkenntnisse er daraus mitnahm, schrieb er 1961 in seinem Traktat „Was ich im Lager erlebt und gelernt habe“ nieder.

Freizeit in Moskau

Im Kinderzimmer der Erinnerungen

Die Ausstellung „Es ist schwer für mich, ohne dich zu leben“ im Gulag-Museum in Moskau ist den Familiengeschichten von „Volksfeinden“ und den Kindern, die ihnen entrissen wurden, gewidmet. Das ist ein erster Versuch des Museums, mit Grundschülern über das schwierige Thema der Repressalien und der Trennung von den Angehörigen zu sprechen.