Zeitgeschehen

„Ein zweites Bolotnaja wird es nicht geben“

Sie galt all die Jahre als ein zartes Pflänzchen in Russland: die Zivilgesellschaft. Doch in jüngster Zeit entwickelt sie sich schnell und dynamisch. Wo das gesellschaftliche Engagement sichtbar ist und in welche Richtung es sich bewegt, diskutierten russische Aktivisten in Berlin.

Politik

Im Kreml twittert ́s wohl

Wer hat’s erfunden? Na, jedenfalls nicht Donald Trump: Russlands Politiker und Diplomaten twittern, posten und instagrammen nicht erst seit gestern. Doch dieser Markt ist heiß umkämpft, umstritten und ziemlich planlos.

Regionen / Wirtschaft

Wirtschaftsgerichte besser als ihr Ruf

Russische Wirtschaftsgerichte arbeiten bei Geschäftsprozessen schneller und zuverlässiger, als man denkt. Dabei zählt für ausländische Investoren, was auf dem Papier steht. Wie es ausländischen Unternehmen vor dem russischen Gesetz ergeht und was Hauptstadt von Regionen unterscheidet.

Ukraine
Russlands Nachbarn

Wie die Ukraine mit Russland bricht

Russland macht der Ukraine das Leben schwer, wo es nur kann, um seinen Großmachtkomplex zu stillen – so eine verbreitete Lesart. Zu kurz kommt dabei, dass die ukrainische Seite wenig auslässt, um das ohnehin schwer belastete Verhältnis noch weiter zu ruinieren, und zwar auf allen Ebenen. Ein Drama in sieben Akten.

Mariental
Gesellschaft

Der letzte Sommer von Mariental an der Wolga

Frieda Dercho war sechs Jahre alt, als die Sowjetführung in Moskau erklärte, dass den Wolgadeutschen, von denen auch sie eine ist, nicht zu trauen sei. Sie hätten „Abertausende Diversanten und Spione“ in ihrer Mitte nicht gemeldet und müssten, um Gefahr abzuwenden, umgesiedelt werden, hieß es in einem Erlass vom 28. August 1941. Dercho kam mit ihrer Familie in den Altai und sah ihr Dorf Marien­tal erst nach dem Ende der Sowjetunion wieder. 75 Jahre nach der Deportation blickt sie für die MDZ zurück.

Regionen

Klein, alt, schön?

Jeder Reiseführer über Russland zeigt sie: traditionelle Holzhäuschen mit aufwendig geschnitzten Fensterrahmen. Seit 2010 sammelt und bewahrt Iwan Hafisow Bilder der hölzernen Schönheiten, die im ganzen Land stehen und verfallen, in seinem virtuellen Museum Nalichniki.com. Dazu reist er viel. Zum Beispiel nach Sergiew Possad.