Gutes Klima für Geschäfte

Im Weltbank-Ranking "Doing Business" liegt Russland sogar vor Belgien, Luxemburg und Italien.

Der Hochseehafen von St. Petersburg — hier wurden in den letzten Jahren die Export- und Importprozesse beschläunigt./Foto: Wikimedia commons.

Russland gewinnt fünf Plätze im jährlichen Weltbank-Report „Doing Business“ und landet damit auf dem 35. Platz. Im Vergleich dazu: Deutschland belegt Platz 20.

Anhand von elf Faktoren verglich die Weltbank das Geschäftsklima in insgesamt 190 Ländern. Der 300 Seiten starke Bericht zeigt, in welchen Ländern es wie einfach oder schwierig ist, Unternehmer zu sein. Die Analysten berücksichtigten dabei Rahmenbedingungen wie den Zugang zu Elektrizität, Zeit und Kosten für Baubewilligungen, den Grenzhandel, die Vergabe von Krediten und die Vertragsdurchsetzung.

Zur Erstellung der Rangliste werden die größten Städte der jeweiligen Länder untersucht. In Russland sind es Moskau und St. Petersburg. Wer im Ranking aufsteigen möchte, muss eine Reihe von Gesetzen verabschieden, die die Geschäftsfreundlichkeit positiv beeinflussen. Russland habe seit 2012 mehrere Reformen umgesetzt, sodass das Land seitdem im Ranking um insgesamt 85 Plätze aufgestiegen ist. Es landete zum wiederholten Male vor vielen europäischen Ländern wie Italien (Platz 46), Belgien (Platz 52) und Luxemburg (Platz 63).

Gründe für den Erfolg

Russland hat im Bereich des internationalen Handels aufgeholt. So wurde die Registrierung von Eigentum vereinfacht, indem ein effizientes Zeitlimit gesetzt wurde. Ein neu eingeführtes Register fördert die Vergabe von Krediten. Auch Export- und Importprozesse am Hochseehafen von St. Petersburg wurden beschläunigt und der elektronische Austausch von Dokumenten ausgeweitet, heißt es im Report.
Die Studie stellt in den elf Kategorien ebenfalls eine Rangordnung auf. Hier schneidet Russland am besten in den Bereichen der Registrierung von Eigentum (Platz 12) und der Möglichkeit, Elektrizität zu beziehen (Platz 10) ab.

Die ersten drei Plätze belegen wie im Vorjahr Neuseeland, Singapur und Dänemark. Hier ist es am leichtesten, ein Unternehmen zu gründen und zu führen. Der Report zeigt aber auch, dass einkommensstarke Länder nicht zwangsläufig vorne liegen. Georgien zieht an vielen OECD-Ländern vorbei und landet auf Platz 9.

Sandra Laudenschläger

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