Die Direktorin des Mordwinow-Schauspielhauses Jelena Pekar (geb. Karl) in der Rolle der Konzertmeisterin in „Sylva“ (Foto: Mordwinow-Schauspielhaus von Workuta)
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Jelena Pekar: Weitererzählen statt neu anfangen

Ein Stück über das Theater im Gulag hinter dem Polarkreis – und die „Goldene Maske“, die Premiere im Zentrum von Moskau. Das Finale in Stille – in Erinnerung an diejenigen, die unter unmenschlichen Bedingungen den Zuschauern Lebensfreude schenkten. Wie das Schauspielhaus von Workuta eine fast vergessene Geschichte zurück ins Licht holte, erzählt seine Direktorin Jelena Pekar im Interview.

Sylva. Bis zur Premiere
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Von der Hölle auf die Bühne: das Schauspielhaus in Workuta

Im Oktober zeigte das Mordwinow-Schauspielhaus aus Workuta in Moskau und St. Petersburg zum ersten Mal das Stück „Sylva. Bis zur Premiere“, das dieses Jahr mit dem wichtigsten Theaterpreis Russlands – der „Goldenen Maske“ in der Kategorie „Beste Arbeit eines Dramatikers“ – ausgezeichnet wurde. Die MDZ hat sich dieses „Poem über das Theater“ in Moskau angesehen.

Trend zum Leitungswechsel
Kultur

Trend zum Leitungswechsel

Personalwechsel in der Leitung der Moskauer Theater sind fast immer ein Thema für rege Diskussionen. Die neuesten Entscheidungen des Moskauer Kulturministeriums werfen eine Menge Fragen auf.

Kultur

Mensch bleiben in Theresienstadt

Auf der Bühne des Moskauer Theaters „Die Maske“ läuft das Musical „Cabaret Terezin“. Die Regisseurin Nina Tschussowa gewann in diesem Jahr den Preis „Hüter des Gedenkens“ des Russischen Jüdischen Kongresses. Die MDZ sprach mit der Schöpferin des Stückes, welches auf den Gedichten und der Musik von Häftlingen des Ghetto Theresienstadt beruht.

Freizeit in Moskau

Die Atmosphäre der Kindheit

Wenn in der Außenwelt alles merkwürdig, unverständlich und sogar schrecklich ist, möchte man in das Reich der Fantasie flüchten. Diese Möglichkeit bietet der Clown Slawa Polunin den Moskauern nun. In den Ausstellungsräumen der Manege läuft die Ausstellung „Die Luftschlösser Slawa Polunins“, wo sich jeder wie ein Kind fühlen kann.

Humboldt
Zeitgeschehen

Auf Spurensuche nach dem Menschen

1829 machte sich der Gelehrte Alexander von Humboldt auf, die Natur des Zarenreiches zu erkunden. Es wurde eine Reise, die Russen und Deutschen bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Zum Jubiläum feierte im sibirischen Omsk ein beeindruckendes Theaterstück Premiere. Inszeniert von einer Russlanddeutschen.

Sturm
Kultur

Ein Wiegenlied zum Leiden

Jette Steckel gehört zu den besten deutschen Regisseuren. In Hamburg läuft ihre Inszenierung von William Shakespeares „Der Sturm“ bereits erfolgreich. Jetzt feierte das Stück seine Russlandpremiere.

Goldene Maske
Kultur

Eine Instanz zeitgenössischer Kultur

Mitte April feierte die „Goldene Maske“ Jubiläum. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Festival zum bedeutendsten Theaterwettbewerb Russlands und findet auch international Beachtung. Doch um diesen Status zu erreichen, musste die „Goldene Maske“ magere Jahre überstehen und viel Kritik einstecken. Aber eines hat sich seit dem ersten Jahr nicht geändert. Ein Überblick.

Jeljutin
Zeitgeschehen

Auf der Suche nach neuen Eindrücken

Seit mehreren Jahren führt Fjodor Jeljutin mit seinem Theaterunternehmen Impresario das Stück „Remote“, eine Art Hörrundgang durch die Stadt, der deutschen Theatergruppe „Rimini Protokoll“ in Moskau auf. Jetzt haben beide gemeinsam das neue Stück „Unheimliches Tal/Uncanny Valley“ erarbeitet, das Anfang April in Moskau Premiere feiert. Die MDZ traf Jeljutin zu einem Gespräch über experimentelles Theater in Moskau.

Kultur

Die neue Lust auf Kultur

Man kannte das: Schlangen vor dem Lenin-Mausoleum, Schlangen vor dem ersten McDonald’s. Und, schon in jüngerer Vergangenheit, Schlangen vor heiligen Reliquien. Wie schön, dass die Russen nun ganz verrückt nach Museen und Theatern sind.