Gesellschaft

Die zwei heiligsten Feiertage des Jahres: Was ein Priester darüber denkt

Ostern und der Siegestag: Russlands wichtigster kirchlicher und der wichtigste weltliche Feiertag liegen in diesem Jahr nur eine Woche aus­einander. Aber was macht sie eigentlich so bedeutsam? Und wie wird am 2. und 9. Mai gefeiert? Die MDZ lässt dazu Sergej Filippow (55) zu Wort kommen, einen orthodoxen Priester aus der Provinzstadt Sosnogorsk in Nordrussland. Hier spricht der ausgebildete Pädagoge und ehemalige Sportlehrer über Ostertraditionen, über deutsche Soldaten und über Großväter, die er nie kennengelernt hat.

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Das Osterwunder von Leningrad

Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist in Russland das wichtigste Kirchenfest. Am heutigen Sonntag wird es nach dem orthodoxen Kalender gefeiert. Besonders denkwürdig war das Fest der Aufstehung im ersten Kriegsfrühjahr 1942. Im belagerten Leningrad war die Auferstehung doppelter Natur – von den Toten und von der Verfolgung der Religion in der Sowjetunion. Plötzlich durfte man wieder völlig unbehelligt beten. Wie passte das zusammen?