„Frau Merkel, danke für die Sanktionen“
Dank der westlichen Sanktionen und der russischen Gegensanktionen blüht die russische Käseproduktion. In Sernur, einer Kleinstadt in Tatarstan, bereitet man sich aber schon auf die Zeit danach vor.
Dank der westlichen Sanktionen und der russischen Gegensanktionen blüht die russische Käseproduktion. In Sernur, einer Kleinstadt in Tatarstan, bereitet man sich aber schon auf die Zeit danach vor.
Im August 2014 verhängte Russland ein Einfuhrverbot für Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte aus westlichen Ländern. Es reagierte damit auf die Sanktionen der USA und EU. Der dritte Jahrestag des Embargos ist für manche Käsehersteller ein Grund zum Feiern.
Wenn Einfuhrzölle höher sind als Lohnkosten im jeweiligen Land, dann ist es günstiger, gleich mit der ganzen Produktion umzuziehen. Aber das ist nicht der einzige Faktor, der zunehmend ausländische Warenproduzenten nach Russland lockt.
Im Dorf Mednoje bei Twer macht ein rüstiger Italiener mit seiner russischen Frau seit fast 20 Jahren italienischen Käse nach Traditionsrezepten: Ricotta, Mozzarella, Parmesan & Co. Der Hof gilt als Vorbild in Sachen Bio-Landwirtschaft in der Region. Wohl vor allem dank seinem eigensinnigen Hausherren Pietro Mazza.