Die rheinische Null in Moskau: Zero

„Das hat was Meditatives“, bemerkt ein Besucher, als er Günther Ueckers Installation „Kosmische Vision“ im Multimedia Art Museum von allen Seiten betrachtet. Riesige leuchtende Scheiben geraten in Bewegung, wenn man die roten Pedale drückt.

Eine Besucherin vor Günther Ueckers Installation "Kosmische Vision" in Moskau / Anastassija  Buschuewa

Eine Besucherin vor Günther Ueckers Installation «Kosmische Vision» in Moskau / Anastassija Buschuewa

Und die Planeten im Multimedia Art Museum stehen fast nie still: Offensichtlich gefällt das den Gästen der Ausstellung, die im Rahmen der Düsseldorfer Tage in Moskau Werke der deutschen Künstlergruppe Zero nach Russland gebracht hat.

Auch die übrigen gezeigten Kunstobjekte wissen mit ihrer lakonischen Art und Einfachheit zu fesseln. Ausformulierte Stories sucht man hier vergebens – diese Kunst ist gegenstandslos und lädt zur Kontemplation ein. Ein wesentliches Merkmal im abstrakten Schaffen der Düsseldorfer Kunstgruppe sind dabei Experimente mit Licht und Farbe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es in Deutschland zu einem Aufleben in der Kunst, war es doch nötig, eine neue Sicht auf die Welt zu erarbeiten. Zero – das sind Heinz Mack, Günther Uecker und Otto Piene – hat so einen Sprung nach vorne geleistet. Die Null im Namen der Gruppe markierte den neuen Ausgangspunkt, einen Ruhepunkt und die absolute Einfachheit, von der aus eine neue Welt geboren wird, voller Licht und Hoffnung.

Anastassija Buschuewa

Bis 13. November
Multimedia Art Museum
Ostoschenka 16
M. Kropotkinskaja
www.mamm-mdf.ru

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