Zeitgeschehen

Die Erinnerung verblasst nie

Jedes Jahr am Sonntag vor dem ersten Adventssonntag wird in Deutschland der Volkstrauertag begangen. Dabei wird allen Opfern von Gewalt und Krieg, auf der Welt gedacht. Bis 1945 hieß der Volkstrauertag noch Heldengedenktag. In Russland und weiteren Ländern der ehemaligen Sowjetunion wird am 9. Mai, noch immer den Soldaten des “Großen Vaterländischen Krieges” gedacht.

Zeitgeschehen

Und in welcher Sprache träumen Sie?

Gleich seine erste Dienstreise führte Bernd Fabritius nach Moskau: Der neue Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, ein Siebenbürger Sachse, traf sich mit Vertretern der Russlanddeutschen, besuchte auch die MDZ. Statt eines Interviews haben wir Fragen aus dem russlanddeutschen Spektrum eingeholt und dem CSU-Politiker zwischen seinen Terminen vorgelegt.

Zeitgeschehen

Samantha und Mr. Andropov: „Warum wollen Sie die Welt erobern?“

Fast auf den Tag genau vor 35 Jahren bekam die zehnjährige Samantha Smith aus den USA Post von keinem Geringeren als dem mächtigsten Mann der Sowjetunion: Generalsekretär Jurij Andropow. Er antwortete im Frühjahr 1983 auf einen Brief, den das Mädchen ein halbes Jahr vorher an ihn adressiert hatte. Daraus entwickelte sich eine Verbindung, die Menschen in aller Welt gerührt, erstaunt, manchmal auch kopfschüttelnd zurückließ, hatten sich die beiden Supermächte doch sonst nicht viel zu sagen und steuerten wieder einmal auf eine militärische Konfrontation zu.

Zeitgeschehen

Die Russlandvermittler: Journalisten geben Einblick in 20 Jahre Berichterstattung

Die Moskauer Deutsche Zeitung berichtet seit 20 Jahren aus und über Russland. In dieser Zeit spielten sich auf der Politikbühne Momente der Annäherung und der Entfremdung ab. Ein Wendepunkt war die Ukraine-Krise. Seitdem stehen Korrespondenten und Journalisten in der Kritik, nicht ausgewogen über Russland zu berichten. Wir haben bei Journalisten mit langjähriger Russlanderfahrung nachgefragt, ob die Kritik berechtigt ist.

Sport

Steilpass Richtung WM in der Deutschen Botschaft

Mit fußballerischen Vorlieben hat man es nicht immer leicht im Leben. Zum Beispiel der Deutsche Botschafter in Russland, Rüdiger von Fritsch: Von Kindheit an Fan von Fortuna Düsseldorf, hat er sich damit wahrscheinlich eine Leidensfähigkeit antrainiert, wie man sie sonst den Russen nachsagt. Solche und andere wichtigste Nebensachen der Welt wurden beim „Deutsch-russischen Fußballabend“ in der Deutschen Botschaft zu Tage gefördert, der Fußballtheoretiker und -praktiker ins Gespräch brachte und für die Erkenntnis sorgte, dass Boateng nicht Cacau ist.

Zeitgeschehen

Ein Land auf der Suche: Starfotograf Daniel Biskup über Russlands 90er Jahre

Die Moskauer Deutsche Zeitung ist ein Kind der 90er Jahre, so wie das heutige Russland. Was war das für eine Zeit, die für die Russen noch viel schmerzhafter gewesen zu sein scheint als für ehemalige „Brudervölker“ in Osteuropa? Daniel Biskup, deutscher Starfotograf, hat Russland spe­ziell in jenen postsowjetischen Jahren intensiv bereist und gilt als Chronist des Umbruchs. Wie er Land und Leute dabei erlebte, schildert er im Interview.