Zeitgeschehen

Nein zum Nein für Russisch

Deutschlandweit gibt es nur vier Hochschulen, an denen sich Studierende zu professionellen Russisch-Übersetzern ausbilden lassen können. Nun droht an der Universität Leipzig, der letzten Ausbildungsstätte für Russisch-Dolmetscher in Ostdeutschland, die Schließung des Fachbereichs. Doch es regt sich Widerstand: Eine Petition soll die Streichung verhindern.

Zeitgeschehen

Ratgeber für ein besseres Leben

Zerebrale Kinderlähmung ist für die Betroffenen und ihre Angehörigen mit vielen Entbehrungen verbunden. Eine Hilfsorganisation aus Süddeutschland hat nun einen Leitfaden aufgelegt, um solchen Familien in Russland im Alltag zu helfen  – zunächst in Pereslawl-Salesskij, einer Kleinstadt zwischen Moskau und Jaroslawl. Die MDZ war vor Ort, als dieses Beispiel deutsch-russischer Zusammenarbeit in der Praxis demonstriert wurde.

Russlands Nachbarn

Die Ukraine und der Eurovision Song Contest: Das Ende vom Lied

In der Ukraine wurde am letzten Februarwochenende bei einer mehr als dreieinhalbstündigen Show ermittelt, wer das Land beim Eurovision Song Contest Mitte Mai in Israel vertreten darf. Was hat das mit Russland zu tun? In der Theorie natürlich nichts, in der Praxis jedoch sehr viel. Bei dem eigentlich unpolitischen Wettbewerb wurden zwei von sechs Finalisten auf der Bühne zur Rede gestellt: Sie mussten sich für Auftritte im „Aggressorstaat“ und für ihre Einstellung zum Status der Krim rechtfertigen. Tage später war der gesamte Vorentscheid Makulatur: Die Ukraine, Gewinnerin des Eurovision Song Contests 2004 und 2016, zog ihre Teilnahme in Tel Aviv zurück. Und Schuld war auch daran wieder – Russland.

Fabritius
Zeitgeschehen

„Die Spätaussiedler werden ausgeklammert“

Die Spätaussiedler wollen einfach nur die gerechte Anerkennung ihrer Lebensleistung, meint Bernd Fabritius. Im MDZ-Interview erklärt der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, warum eine Rentenangleichung dem deutschen Solidaritätsprinzip entspricht.

Rente
Zeitgeschehen

Gerechtigkeit für alle?: Was deutsche Parteien zur Rente für Spätaussiedler sagen

Seit diesem Jahr läuft die letzte Stufe der Rentenangleichung in Deutschland. Bis zum Jahr 2025 soll es keine Unterschiede mehr zwischen den Altersbezügen in West- und Ostdeutschland geben. Ausgenommen von der Angleichung sind jedoch Spätaussiedler, die unter das Fremdrentengesetz fallen. Dagegen wehren sich mehrere Landschaftsmannschaften mit einer Petition. Die MDZ hat die Parteien im Bundestag gefragt, wie sie zu den Renten für Spätaussiedler stehen.

Russlands Nachbarn

Das Märchenland an der Seidenstraße

Seit dem Tod von Langzeitherrscher Islom Karimow 2016 verändert sich Usbekistan schrittweise. Ab Februar fällt nun die Visapflicht für Besucher aus 45 Staaten weg. Touristen können sich fortan bis zu 30 Tage im Land aufhalten und reisen. Drei Gründe für einen Besuch.

Russlands Nachbarn

Ein Komiker macht ernst

Er wurde mit einer Serie über den ukrainischen Staatschef bekannt und dementierte lange seine politischen Ambitionen: Der Comedian Wolodimir Selenskij tritt bei der ukrainischen Präsidentschaftswahl an. Beobachter räumen ihm gute Chancen auf das Amt ein.

Zeitgeschehen

Kriegsheld und Filmstar: Experten über den Sowjetpanzer T-34

Über den Großen Vaterländischen Krieg von 1941 bis 1945 werden in Russland nach wie vor jedes Jahr Filme gedreht. Zuletzt kamen innerhalb kurzer Zeit gleich drei mit Panzern als Thema in den Verleih. Erfolg bei den Zuschauern war nur einem beschieden, dafür aber so richtig. „T-34“ ist am 1. Januar angelaufen und hat die Kinos im Sturm erobert wie die Rote Armee einst Berlin. Schon nach wenigen Wochen stand das zweitbeste Einspielergebnis in der Geschichte des russischen Films zu Buche. Was sollte man zum Filmvorbild, dem Panzer T-34, wissen? Dazu hat die MDZ einen russischen und einen deutschen Experten befragt.

Zeitgeschehen

In Russland Deutscher, in Deutschland Russe

Anton Glockhammer hat seine Kindheit in Russland verbracht und seine Jugend in Deutschland. Er gehört zu jenen Spätaussiedlern, die es nach einiger Zeit wieder in die alte Heimat zog. 2008 nahm er nach Abitur und Bundeswehr nicht wie geplant ein Studium in Hamburg auf, sondern in seiner sibirischen Geburtsstadt Tomsk. Das war eine Bauchentscheidung. Jetzt ist der Russlanddeutsche, der akzentfrei Deutsch spricht, 31 und hat eine Kopfentscheidung getroffen: Er will zurück nach Deutschland. Der Kinder wegen. Wie er das begründet, ist ein Stück deutsch-russische Heimatkunde.