Russlands Deutsche

Frau Schulmeisters große Reise durch das 20. Jahrhundert

Erst verlor sie ihre Heimat und dann beinahe ihr Leben: Margarete Schulmeister wurde als Deutsche an der Wolga geboren, so wie Generationen ihrer Familie vor ihr. Vielleicht hätte sie es einmal ihrem Vater gleichgetan und in Moskau studiert, aber ein Beschluss der Sowjetführung sorgte vor 80 Jahren dafür, dass die Wolgadeutschen in alle Winde verstreut wurden und für die damals 16-Jährige eine Odyssee begann, die sie kreuz und quer durch die Sowjetunion führte. Mit 96 Jahren hat die frühere Lehrerin der MDZ jetzt in St. Petersburg ihre Geschichte erzählt.

Wirtschaft

Mieses Ukraine-Geschäft

Die Ukraine erlässt Sanktionen gegen Russlands größten Onlinehändler Wildberries. Wie gut laufen die russischen Geschäfte zwischen Karpaten und Dnjepr noch?

Regionen

Nordkaukasus: Fass ohne Boden

Seit vielen Jahren versucht die russische Regierung den Nordkaukasus wirtschaftlich aufzupäppeln. Bisher ohne nachhaltigen Erfolg. Jetzt sollen es Tourismusprojekte richten. Doch die werden viel teurer als geplant.

Ekoderewuschka
Freizeit in Moskau

Entdeckungen auf der Ökofarm

Nahe Kolomna, etwa 90 Kilometer von Moskau entfernt, gründete Sergej Balajew vor acht Jahren die ökologische Farm „Ekoderewuschka“. Interessierten Touristen werden dort nicht nur Schnecken und Käse aus Eigenproduktion angeboten – sie können auch Schlangen streicheln und Krokodile füttern.

Feuilleton

Wenn der eintönige Alltag zum Kunstobjekt wird

Wer wissen möchte, wie junge Russen mit einer stagnierenden Lebenswelt umgehen, der sollte online nachforschen: Ein Kunstprojekt sowie ein Independent Videospiel setzen sich künstlerisch anspruchsvoll mit der Unveränderlichkeit des Alltags auseinander.

Meinung und Medien

Ein Leben für die Journalistik

Er hat den russischen Journalismus geprägt wie kein anderer. Oder zumindest die Journalisten. Mehrere Generationen von ihnen sind durch seine Schule gegangen. Jetzt ist Jassen Sassurskij, 43 Jahre Dekan der Fakultät für Journalistik an der Moskauer Lomonossow-Universität, im Alter von 91 Jahren gestorben. Eine Würdigung von Artjom Lyssenko, der unter ihm studiert und gearbeitet hat.

Gesellschaft

Sergej Schojgus Plan für Sibirien: neue Monostädte?

Drei bis fünf neue Städte sollen in Sibirien entstehen, spezialisiert auf bestimmte Wirtschaftszweige. Das zumindest schwebt Verteidigungsminister Sergej Schoigu vor. Der Plan erinnert an Sowjetzeiten, mancher Experte sieht darin die Anknüpfung an alte Größe.

Reisen

Trekking im Altai: Zu Fuß zum „Champion der Schönheit“

MDZ-Autor Christoph Ehrle hat sich einen Traum erfüllt: Mit einer zwölfköpfigen Wandergruppe hat er sich in die Wildnis des Altai-Gebirges aufgemacht, mit Zelt und Lastenpferd, fernab von Straßen und Handynetz. Was er bei der Trekking-Tour erlebt hat, schildert er in seinem Bericht.

Sport

Der Sofablick auf Olympia

Die Medaillen sind vergeben, die Rekorde gelistet. Auf dem gesamten Erdball wurden die Olympischen Sommerspiele in Tokio verfolgt – sogar von MDZ-Chefredakteur Igor Beresin, den Sport sonst eher kalt lässt. Daheim auf dem Sofa. Eine Olympia-Nachlese jenseits des Medaillenspiegels.

Zeitgeschehen

„Helfen Sie uns“: Sibirische Dörfler und ihr Plan mit Merkel

Das ist vielleicht auch Angela Merkel in ihren 16 Bundeskanzlerinnenjahren zum ersten Mal passiert. Aus einem 642-Seelen-Dorf beim Omsk in Sibirien, rund 4000 Kilometer östlich von Berlin, erreichte sie ein Brief, in dem sie um Hilfe bei der Asphaltierung der Hauptstraße des kleinen Orts gebeten wird. Aus Berlin bekamen die Dörfler sogar Antwort. Und Besuch von der MDZ. Eine Geschichte aus den Weiten Russlands.