Feuilleton

Wodka für die russische Seele

Lange Zöpfe, tanzende Bären und barfüßige Schauspieler: Das immersive Theaterstück „Black Russian“ setzt auf Folklore und zeigt dabei auf opulente und atmosphärische Weise die dunklen Abgründe der russischen Seele.

Zeitgeschehen

100 Jahre später: Lenin fährt in der Schweiz wieder Zug

Mehrere hundert Bahnpassagiere waren dieser Tage in der Schweiz mit Lenin unterwegs in der Weltgeschichte. Auf eingefahrenen Gleisen, aber mit doppeltem Boden. 100 Jahre nach Lenins berühmter Zugfahrt nach Petrograd fuhren sie noch einmal das Schweizer Teilstück der Reise ab. Statt der russischen Revolutionäre von 1917 gab eine Theatertruppe den Ton an Bord an.

Freizeit in Moskau

Träume aus buntem Schaum

Sie heißen Lager, Stout, Pale Ale oder IPA: Craft-Beer ist seit einigen Jahren ein Trend in der Bierindustrie. Auch in Russland schwappt der Schaum über die Ladentheke. Ein Überblick.

Politik

Das Zünglein an der Waage

Lange verlief die Integration von Einwanderern aus der früheren Sowjetunion in Deutschland relativ geräuschlos, bis der Fall Lisa vor einem Jahr plötzlich Trennlinien offenbarte, die bis dahin niemand wahrgenommen hatte und die erst jetzt thematisiert werden. Vor den Bundestagswahlen entdeckt nun auch die deutsche Politik diese Gruppen als neue Klientel.

Wirtschaft

Taschengeld mit Risiko

Eigentlich sollen sie Privatpersonen und Kleinunternehmen in finanzieller Not helfen, selbst wenn die Bank „Nein“ sagt:
Sofortkredite. Diese entwickelten sich jedoch im Laufe der Jahre zu einem ernstzunehmenden Problem, führen mit ihren hohen Zinssätzen fast zwangsläufig zur Komplettverschuldung. So soll die Schuldenfalle entschärft werden.

Chruschtschowka
Gesellschaft

Die „Chruschtschowka“: Russlands erster Plattenbau hat ausgedient

Sie ist so berühmt wie berüchtigt: Russlands älteste Serien­immobilie, die „Chruschtschowka“, war eine soziale Wohltat, aber als erstes Kind des Massenwohnungsbaus auch mit vielen Geburtsfehlern behaftet. Jetzt sollen die Fünfgeschosser aus den 50er und 60er Jahren landesweit abgerissen werden – allein in Moskau betrifft das 8000 Häuser. Doch im Vergleich zu dem, was an ihre Stelle treten soll, sind sie im wahrsten Sinne des Wortes das kleinere Übel.