Zeitgeschehen

Fritz Pleitgen: Als Moskau ein schlafender Riese war

Fritz Pleitgen war Reporter im Kalten Krieg. Als Auslandskorrespondent berichtete er in den 70ern für die ARD aus Moskau. In den wilden 90ern und Anfang der 2000er Jahre bereiste er Russland, schrieb mehrere Bücher und drehte Dokumentationen. Im Gespräch mit der MDZ blickt er zurück.

Moskau

Wo geht‘s denn hier zu Lenin?

Wladimir Iljitsch Lenin bekommt noch immer viel Besuch. Aber wenn man Jahrgang 1870 ist und seit 93 Jahren tot, darf man etwas kürzertreten. Der Zutritt zum Lenin-Mausoleum in Moskau mit dem Leichnam des Revolutionsführers ist auf fünf Tage pro Woche und jeweils drei Stunden beschränkt. An Lenin geht es dabei buchstäblich im Schnelldurchlauf vorbei. Aber der Reihe nach.

Aurora
Gesellschaft

Gestatten, Panzerkreuzer Aurora! Revolutionsheld und Museum

Die „Aurora“ hat unzählige Schlachten geschlagen, dabei so manchen Treffer gelandet und auch viele ein­stecken müssen. Berühmt geworden ist sie jedoch ausgerechnet durch einen Blindschuss. Er soll am 7. November 1917 das Ende der Provisorischen Regierung eingeläutet haben. Jack Fordon, 22-jähriger Slawistikstudent von der Uni Heidelberg und gerade für ein Austauschsemester in St. Petersburg, hat das Schiff – seit 1957 Museum – für uns besucht.

Gesellschaft

Umfrage: Die beste Zeit zum Leben in Russland ist heute

Russische Meinungsforscher sind der Frage nachgegangen, was heutige Russen von der Oktoberrevolution halten und wie sie die Ereignisse vor 100 Jahren zu ihrem eigenen Leben in Beziehungen setzen. Die Antworten verraten gemischte Gefühle. Aber eine neuerliche Revolution will so gut wie niemand.