Kurztrip nach Italien

Wer in Moskau nach Italien sucht, dem empfiehlt MDZ-Autor und Restaurantexperte Frank Ebbecke das "Salumeria".

Schon Juni, aber das Wetter spielt noch April. Da möchte man etwas Sonne fürs Gemüt. „Benvenuto a Italia“, willkommen in der „Salumeria“ (deutsch Feinkostladen). Der südländische Zufluchtsort ist einer der neueren gastlichen Stätten nahe den Patriarchenteichen. Und könnte italienischer kaum sein. Bis hin zu tagesfrischen Zeitungen „La Stampa“ und „Il Tempo“. Ein überschaubarer Raum, kleine, grau-weisse Marmortischchen, Bistro-Stühle und bequeme, dunkelbraune Ledersofas für an die 55 Gäste unter einer hohen, rustikal gestalteten Gewölbedecke. Auch wenn sich die Treppe runter noch ein Kommunaltisch für 16 Leute gleich bei der offenen Küche anbietet – reservieren ist angesagt.

An der wandlangen Servicezeile werkelt Salvatore, der Barista, der gelernte Kaffeemeister, an der gewaltigen „Viktoria-Arduino“-Espresso-Maschine aus blank-poliertem Kupfer mit imposantem Messingadler. Nach lautem Zischen und Surren küsst dann das samtene Milchschaumhäubchen den Cappuccino (300 Rubel). Gleich daneben eine Glasvitrine mit 26 just angerichteten Antipasti. Von Thunfischsalat, Caprese und Salumi-Prosciutto-Auswahl bis Auberginen a la Romana (200 bis 1200 Rubel). Und dann noch die zwei Öfen für die wohl beste Pizza der Stadt. Ganz patriotisch belegt in den Nationalfarben: grünes Basilikum, weißer Mozzarella, rote Tomaten. Hier hat diese Pizza längst Ruhm erlangt. Und gut und gerne 30 Zentimeter Durchmesser, also reichlich für mindestens zwei hungrige Mäuler. Noch 20 weitere Pizzen mit denkbar verführerischen Belag-Varianten (von 550 bis 1200 Rubel) sorgen für eine Qual der Wahl. Pasta und Risotto verschiedenster Zubereitungsart gibt’s, ebenso klassisch-italienische Fisch- und Fleischgerichte (von 450 bis 1500 Rubel). „In toto“: Das hier ist Italien pur. Moskau bleibt draußen.

Salumeria 

Spiridonjewskij Pereulok 12/9

M Twerskaja

(499) 290 00 01

www.salumeria.moscow

 

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