In unbekannten Höhen: Thriller zeigt Russlands erste All-Besucher

Der neue russische Kinofilm „Die Zeit der Ersten“ zeigt, beruhend auf wahren Begebenheiten, wie sich 1965 der erste Mensch aus einem Raumschiff ins offene Weltall wagte – Alexej Leonow.


Der neue russische Kinofilm „Die Zeit der Ersten“ zeigt, beruhend auf wahren Begebenheiten, wie sich 1965 der erste Mensch aus einem Raumschiff ins offene Weltall wagte – Alexej Leonow.

Sein Flug ist zwar weniger bekannt als Jurij Gagarins weltweit erste Raumfahrt vier Jahre zuvor. Dennoch ist Gagarin nie ein Thriller gewidmet worden. Im Unterschied zu Gagarins Weltraumflug, der vor allem automatisch ablief, mussten Leonow und sein Kollege Pawel Beljajew alles manuell einstellen – und ein Problem nach dem Anderen lösen.

Das Kosmonauten-Team Leonow/Beljajew im Film / Screenshot

Die größte Hürde war dann auch nicht der Ausstieg ins Weltall, sondern vielmehr die Rückkehr des Kosmonauten Leonow in die Raumkapsel. Das zeigt auch der Film: Leonows Raumanzug hatte sich durch den Druckunterschied so weit aufgebläht, dass er nicht mehr in die Luftröhre passte. Letztlich musste er so viel Sauerstoff ablassen, dass er fast selbst dabei erstickte.

Und auch nach der Landung in Sibirien war das Abenteuer nicht überstanden. Bei Außentemperaturen von etwa minus 30 Grad mussten die beiden Raumfahrer mehrere Tage auf die Rettungskräfte warten. Und erfroren dabei beinahe.

Einmal raus und kaum zurück: Der erste All-Spaziergang war letztlich voller technischer Tücken / Screenshot

All diese Gefahrensituationen entstanden wohl auch, weil die „Woschod-2“ eineinhalb Jahre früher ins All geschickt wurde als geplant. Aber der Technikwett- lauf zwischen der Sowjetunion und den USA duldete eben keinen Aufschub.

Von Anastassija Buschujewa

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