Barcelona-Flair in Moskau

Russland bekommt seine erste Gaudí-Ausstellung. Den ganzen Sommer über zeigt das Moskauer Museum für Zeitgenössische Kunst MMOMA zahlreiche Baupläne des berühmten Architekten und bringt spanische Leichtigkeit nach Moskau.

Gaudís Werke fallen sofort auf im Großstadt-Bild. / MMOMA

Gaudís Werke fallen sofort auf im Großstadt-Bild. / MMOMA

„Wer weiß, ob wir das Diplom einem Verrückten oder einem Genie gegeben haben – nur die Zeit wird es uns sagen“, sagte einst der Direktor der Architektenschule, die der wohl bekannteste spanische Architekt der Moderne absolvierte. Und die Zeit hat es gesagt. Oder wohl eher geschrien. Antonio Gaudí kennt man doch, und das bis heute. Obwohl nur die wenigsten in Barcelona waren, um all die Bauten wie die Casa Vicens oder Casa Batlló persönlich zu betrachten.

Aber Gaudís Anfänge waren hart: Nach mehrmaligem Scheitern lernte er 1878 Eusebi Güell kennen. Erst durch ihn gelang es dem Katalanen, Barcelona sein heutiges Flair zu verleihen – wie am Güell Pavillon, im Park Güell und der berühmten Colónia Güell.

Kennzeichnend für seine Werke sind Detailverliebtheit und eine Vorliebe für Bruchstückchen und Keramikfliesen. Die monumentale römisch-katholische Basilika Sagrada Família gilt als Lebenswerk des Architekten.

Zum 165. Geburtstag des Künstlers bekommt Moskau nun Russlands erste Gaudí-Ausstellung: „Antonio Gaudí. Barcelona“ mit 150 Exponaten, darunter zahlreichen Bauplänen des Genies.

Julia Bordunov 

23. Mai bis 10. September 

MMOMA 

Petrowka 25

M Tschekowskaja 

www.mmoma.ru 

 

Kommentare

Kommentare