Haass-Festival
Moskau

Festival zu Ehren des Heiligen Doktors Haass

Im Südwesten Moskaus gibt es seit September eine neue Straße. Sie ist eher unscheinbar, aber sie trägt den Namen eines großen Mannes: des Moskauer Arztes deutscher Herkunft Friedrich Joseph Haass. Gefeiert wurde das in der Deutschen Schule, ganz in der Nähe der Haass-Straße, mit einem Inklusions-Festival.

Wirtschaft

Alissa geht bei Twitter in die Lehre, nicht bei Gogol

Gasprom und Rosneft sind Russlands Wirtschaftsgiganten, aber nicht unbedingt cool. Viele Russen identifizieren sich lieber mit dem Internetdienstleister Yandex. Der feierte jetzt 20. Geburtstag. Sogar Putin kam. Und plauderte mit Alissa (Алиса), dem neuen Sprachassistenten. Noch redete man eher aneinander vorbei. Aber das hat ja fast schon Tradition.

Zeitgeschehen

Beutekunst: „Waldweiher“ bald wieder zu Hause

Wassilij Polenow war ein bedeutender russischer Maler, dessen Werke heute etwa in der Tretjakow-Galerie, im Russischen Museum und in seinem früheren Landhaus bei Tula zu finden sind. Das Ölbild „Waldweiher“ von 1881 geriet im Zuge des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland. 74  Jahre später kehrt es aus der Fremde nach Taganrog zurück.

Sport

Totale Offensive

So sieht eine Krise aus, wenn man Gasprom heißt: Der Fußballklub Zenit St. Petersburg, bei dem der Konzern Mehrheitseigner ist, durfte diesen Sommer 85 Millionen Euro in Neuzugänge investieren, um endlich auch international angreifen zu können. Doch selbst viele Kritiker glauben, das Geld sei gut angelegt.

Beslan
Politik

Die Geiseln von Beslan: 13 Jahre danach

Dieser Terroranschlag war der furchtbarste von allen, die Russland im Zuge der Tschetschenienkriege erschütterte: Ein ganze Schule wurde 2004 im nordkaukasischen Beslan von Separatisten besetzt, samt der Schüler, Lehrer und Eltern, die der Schulanfangsfeier beigewohnt hatten. Einige der überlebenden Opfer, inzwischen junge Frauen, sind nun die Gesichter einer lebensbejahenden Ausstellung im Moskauer Jüdischen Museum. Fünf von ihnen haben der MDZ erzählt, wie die Marter von Beslan für sie endete und was sie heute machen.

Baikonur
Russlands Nachbarn

Die letzte Stadt vorm Himmel: In Baikonur dreht sich die Erde langsamer

Baikonur ist der russische Weltraumbahnhof in Kasachstan, von dem aus einst Gagarin zu seiner Erdumrundung aufbrach und heute die ISS mit Nachschub versorgt wird. In der benachbarten Stadt gleichen Namens bereiten sich die Besatzungen auf ihre Flüge vor, doch ansonsten scheint dort die Zeit stehengeblieben zu sein. Russland zieht sich auf Raten aus Baikonur zurück, viele sitzen auf gepackten Koffern. Wir haben das Lebensgefühl in diesem traditionsreichen Ort einzufangen versucht, unter anderem im Gespräch mit Jugendlichen.